Schock vor Lampedusa
Italienische Küstenwache entdeckt Flüchtlingsboot – 19 Tote

19 Migranten sind vor Lampedusa erfroren, fünf weitere schweben in Lebensgefahr – darunter ein Kind. Die Tragödie ereignete sich am Mittwoch auf einem Boot, das von Libyen aus gestartet war.
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Die italienische Küstenwache hat vor Lampedusa ein Boot mit Migranten entdeckt. (Archivbild)

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • 19 Tote und 5 Verletzte bei Bootsdrama vor Lampedusa am Mittwoch
  • Kälte und lange Überfahrt wurden Migranten aus Libyen zum Verhängnis
  • Rund 18 Tote bei separatem Unglück vor Bodrum, 21 Menschen gerettet
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Johannes HilligRedaktor News

Eine Tragödie auf hoher See hat am Mittwoch die Mittelmeerinsel Lampedusa erschüttert. Laut der italienischen Zeitung «Corriere della Sera» entdeckte eine Küstenwache vor der Insel ein Boot voller Migranten – 19 von ihnen tot, fünf in kritischem Zustand, darunter ein Kind.

Die Rettungsaktion der italienischen Küstenwache begann in der Nacht und endete erst am Mittwochmittag.

Kälte wurde ihnen zum Verhängnis

Beim Eintreffen am Hafen von Molo Favarolo in Lampedusa mussten die Überlebenden sofort medizinisch versorgt werden. Alle fünf wurden ins Spital gebracht, wo sie weiterhin in «äusserst kritischem Zustand» behandelt werden. Wie «Corriere della Sera» berichtet, könnten sie bei Bedarf mit dem Helikopter in andere Kliniken verlegt werden.

Den Migranten, die aus Libyen gestartet waren, wurde die Kälte zum tödlichen Verhängnis. Während der langen Überfahrt starben immer mehr Menschen an Unterkühlung.

Selbst nach der Rettung durch die Küstenwache verschlechterten sich die Bedingungen weiter, so dass weitere Todesfälle während des Transfers zur Insel gemeldet wurden. Unter den Toten befanden sich auch mehrere Frauen.

Auch andernorts kam es zu dramatischen Szenen

Die Wetterbedingungen zum Start der Reise sollen gut gewesen sein, doch die Umstände an Bord und die lange Zeit auf offener See wurden für viele zur tödlichen Falle. Die italienischen Behörden stehen angesichts der Tragödie unter Druck, da die Zahl gefährlicher Überfahrten im Mittelmeer weiterhin hoch ist.

Auch andernorts kam es zu dramatischen Szenen: Vor der türkischen Küste bei Bodrum sank ein weiteres Migrantenboot. Dabei starben 18 Menschen, während 21 gerettet werden konnten. Die wiederholten Unglücke verdeutlichen die tödlichen Risiken, denen Migranten auf ihrer Flucht ausgesetzt sind.

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