Iranische Revolutionsgarden entern Containerschiffe
2:09
Iranisches Propaganda-Video:Revolutionsgarden entern Containerschiffe

«Warnung ignoriert»
Iran will US-Fregatte mit Raketen getroffen haben

Die USA und Israel führen Krieg gegen den Iran. Im Ticker halten wir dich über die neusten Entwicklungen auf dem Laufenden.
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Blick Newsdesk
vor 52 Minuten

Iran will US-Fregatte getroffen haben

Von Marian Nadler, Redaktor am Newsdesk

Eskaliert der Krieg im Iran jetzt wieder? Wie die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf lokale Nachrichtenquellen berichtet, sollen zwei iranische Raketen am Montag eine Fregatte der US-Marine getroffen haben. Die Fregatte soll versucht haben, die Strasse von Hormus zu passieren. Zuvor soll sie laut Fars eine Warnung der iranischen Marine ignoriert haben.

So idyllisch wie auf diesem Foto geht es in der Strasse von Hormus aktuell nicht zu.
Foto: keystone-sda.ch

Angeblich soll die Korvette nach den Raketen-Treffern gezwungen gewesen sein, ihren Kurs aufzugeben. Sie sei umgekehrt und «geflohen». 

Der Iran akzeptiert weiterhin keine Durchfahrt von Schiffen, welche die Mullahs als feindlich betrachten. Für eine Durchfahrt bedürfe es einer offiziellen Genehmigung des Iran. Jede Missachtung würde eine entschlossene Reaktion der Streitkräfte nach sich ziehen, so die iranische Regierung. Zum Ausmass der Schäden an der Fregatte und möglichen Opfern war zunächst nicht bekannt. Auch war nicht klar, um welches Kriegsschiff es sich konkret handelte.

Das Zentralkommando der US-Streitkräfte dementierte die Meldung auf X. «Keine Schiffe der US-Marine wurden getroffen», hiess es in einem Post. Die Angaben beider Seiten liessen sich zunächst nicht unabhängig verifizieren.

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09:54 Uhr

Deutschland schickt Minenjagdboot ins Mittelmeer

Von Marian Nadler, Redaktor am Newsdesk

Am Montag macht sich das Minenjagdboot «Fulda» der deutschen Marine von Kiel aus auf den Weg ins Mittelmeer. Dort tritt es einen Bereitschaftsdienst an, der es später in die Strasse von Hormus führen könnte, wie der Norddeutsche Rundfunk berichtet.

Einen Einsatz in der wichtigen Meerenge müsste das deutsche Parlament in Auftrag geben. Dieses soll aber nur erteilt, wenn sich die Sicherheitslage deutlich verbessert, berichtet der deutsche TV-Sender. An der Entscheidung für oder gegen einen Einsatz sollen das deutsche Verteidigungsministerium, sicherheitspolitische Experten sowie die deutschen Partner in Europa und in der Nato beteiligt sein. Eine mögliche Dauer des Auftrags ist noch komplett unklar.

Macht das Minenjagdboot «Fulda» die Strasse von Hormus bald wieder sicher?
Foto: imago images/BildFunkMV

An Bord des Schiffs befinden sich rund vierzig Marinesoldaten, darunter auch spezialisierte Minentaucher. Auch ferngelenkte Drohnen und Sonarsysteme gehören zur Ausrüstung der Crew. Eine Mission würde von weiterem deutschen Kriegsgerät begleitet werden: Einer Fregatte zur Luftabwehr, einem Versorgungsschiff und einem Überwachungsflugzeug. 

Die Minenräumung in der Strasse von Hormus ist eine grosse Herausforderung. Was eine solche Mission so schwer macht, habe ich in diesem Artikel ausführlich beschrieben.

08:32 Uhr

Iran warnt: «Jede ausländische Streitmacht wird angegriffen»

Von Marian Nadler, Redaktor am Newsdesk

Die iranische Armee warnt mit drastischen Massnahmen, sollten sich Militärschiffe anderer Länder, insbesondere der USA, durch die Strasse von Hormus bewegen. Das berichtet Al Jazeera und mehrere iranische Medien übereinstimmend. 

«Die Sicherheit der Strasse von Hormus liegt in den Händen der Streitkräfte der Islamischen Republik Iran, und jede sichere Passage und Schifffahrt wird in jeder Situation in Abstimmung mit den Streitkräften durchgeführt», betonen die Mullah-Streitkräfte demnach in einer Erklärung. Die Erklärung darf als Reaktion auf die Ankündigung des US-Präsidenten Donald Trump (79) einer Schifffahrtseskorte der US-Marine für neutrale Boote durch die Strasse von Hormus gewertet werden. Die Operation soll in den kommenden Stunden beginnen.

«Wir werden die Sicherheit der Strasse von Hormus mit aller Kraft aufrechterhalten und gewährleisten und fordern alle Handelsschiffe und Tanker auf, von jeglichen Durchfahrtsmanövern ohne die Koordination mit den in der Strasse von Hormus stationierten Streitkräften abzusehen, damit ihre Sicherheit nicht gefährdet wird», hiess es im Statement weiter. «Wir warnen davor, dass jede ausländische Streitmacht, insbesondere die aggressive US-Armee, angegriffen wird, sollte sie versuchen, sich der Strasse von Hormus zu nähern und in sie einzudringen.»

Am Wochenende machten Gerüchte die Runde, dass der Iran in der wichtigen Meerenge den Einsatz von U-Booten und Kamikaze-Delfinen erwäge. Ein Experte erklärte im US-TV, wie ein solcher Einsatz aussehen könnte.

06:48 Uhr

Reedereien reagieren verhalten auf Trumps Schiffs-Eskorte

Von Marian Nadler, Redaktor am Newsdesk

«Projekt Freiheit» nennt US-Präsident Donald Trump (79) seine Idee einer US-Operation, die an diesem Montag beginnen soll. Die Idee: Neutrale Schiffe sollen von US-Kräften durch die Strasse von Hormus eskortiert werden. Die Reedereien sehen den Trump-Plan allerdings kritisch.

«Es braucht beide Seiten, um die Blockade zu lösen – nicht nur eine», zitiert CNN Bjørn Højgaard, Chef des Schiffsmanagementunternehmens Anglo-Eastern. «Beide Parteien können zwar signalisieren, dass sie bereit sind, bestimmte Schiffe passieren zu lassen, aber solange die andere Seite dies nicht in der Praxis akzeptiert, ändert das nichts Wesentliches an der Realität auf dem Wasser», betont er. «Ankündigungen sind das eine – eine sichere und planbare Passage das andere.»

Richard Hext, Vorsitzender des Verbandes der Hongkonger Reeder sagte dem US-Sender: «Der Vorsitzende des iranischen Parlamentsausschusses für Nationale Sicherheit erklärte, solche Schritte würden als Verstoss gegen die Waffenruhe gewertet. Unter diesen Umständen sollten wir vorsichtig sein.»

Reeder sind noch nicht von Trumps «Projekt Freiheit» überzeugt.
Foto: keystone-sda.ch

Trump will mit der US-Operation die Schifffahrtsfreiheit wiederherstellen. Für «Projekt Freiheit» sollen mehrere Lenkwaffenzerstörer, mehr als 100 land- und seegestützte Flugzeuge und 15'000 Soldaten abgestellt worden sein. 

Kurz vor Bekanntgabe der Mission wurde ein Tanker in der Strasse von Hormus von unbekannten Geschossen getroffen, wie die Nachrichtenagentur Reuters und CNN übereinstimmend berichten. Alle Besatzungsmitglieder sollen heil davon gekommen sein. Der Vorfall zeigt, wie instabil der Frieden in der Region noch immer ist. 

03.05.2026, 23:10 Uhr

Iran prüft US-Antwort auf Friedensplan – neue Details bekannt

Von Daniel Kestenholz, Redaktor Nachtdienst

Das iranische Aussenministerium hat die Antwort der USA auf Teherans Vermittlungsvorschlag über Pakistan erhalten und prüft sie derzeit. Der dreiphasige, von Teheran ausgearbeitete Plan sieht die Öffnung der blockierten Strasse von Hormus, Garantien für ein Kriegsende sowie Beschränkungen der Urananreicherung vor – jedoch keine Zerstörung der nuklearen Infrastruktur.

Ein riesiges Anti-USA-Plakat zu US-Präsident Donald Trump und der Strasse von Hormus in Teheran.
Foto: AFP

In Phase 1 soll innerhalb von 30 Tagen eine dauerhafte Waffenruhe gelten, überwacht von einer internationalen Organisation, die den Libanon einschliesst, wie Israels staatliche öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt Kan berichtet. Der Iran verpflichtet sich zur Minenräumung in Hormus und akzeptiert US-Unterstützung dafür; im Gegenzug endet die US-Blockade iranischer Häfen, mit Forderung nach Truppenabzug aus dem Seegebiet.

Phase 2 umfasst einen 15-jährigen Stopp der Urananreicherung, danach Begrenzung auf 3,6 Prozent ohne Ansammlung; bereits angereichertes Uran wird verdünnt und exportiert. Sanktionen sollen schrittweise fallen, Phase 3 einen regionalen Sicherheitsdialog einleiten – ein Kompromissversuch inmitten der Eskalation um Hormus.

03.05.2026, 22:54 Uhr

15'000 Soldaten und massive Armada: Trump startet Schiffs-Eskorte durch Strasse von Hormus

Von Daniel Kestenholz, Redaktor Nachtdienst

US-Präsident Donald Trump hat am Sonntag auf Truth Social eine US-Mission zur Sicherung von Handelsschiffen in der Strasse von Hormus an. Unter dem Namen «Project Freedom» sollen ab Montag neutrale Schiffe aus der blockierten Region eskortiert werden. Er spricht von einer humanitären Aktion, da viele Crews unter Versorgungsengpässen leiden.

Das US-Centcom seinerseits gab auf X bekannt, dass 15'000 Soldaten, Lenkwaffenzerstörer, über 100 land- und seegestützte Flugzeuge sowie unbemannte Plattformen für mehrere Einsatzbereiche an der Operation teilnehmen.

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Trump betont, dass Gespräche mit Iran «sehr positiv» verlaufen und Hoffnung auf Entspannung besteht. Die Mission «Projekt Freiheit» richte sich ausdrücklich nicht gegen Iran, sondern solle unbeteiligten Ländern helfen, deren Schiffe im Konflikt feststecken.

Dennoch sendet Trump eine klare Warnung: Sollte die Aktion behindert werden, werde dies «mit Nachdruck» beantwortet. Damit stellt er indirekt den Einsatz militärischer Mittel in Aussicht.

Teheran reagierte prompt: Jede US-Einmischung in den Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus werde als Verletzung des Waffenstillstands gewertet. Das erklärte Ebrahim Azizi, Vorsitzender des Sicherheitsausschusses im iranischen Parlament, auf X:

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Ein grosses Frachtschiff meldete am Sonntag einen Angriff durch mehrere kleine Boote in der Strasse von Hormus, nur 18 Kilometer vor der iranischen Küste. Laut dem britischen Zentrum für maritime Handelsoperationen gab es keine Verletzten, doch der Vorfall reiht sich in eine Serie ähnlicher Angriffe ein, bei denen Iran bereits mehrere Schiffe mit Schnellbooten attackiert und mindestens zwei festgesetzt hat.

03.05.2026, 13:48 Uhr

Revolutionsgarden: Trumps Entscheidungsspielraum hat sich «verengt»

Von Daniel Macher, Redaktor am Newsdesk

Die Umfragewerte sind im Keller, und im Konflikt mit dem Iran findet Donald Trump bislang keinen Ausweg, der für die USA als Erfolg gewertet werden könnte. Im Gegenteil: Gerade dieser Krieg belastet seine Zustimmungswerte zunehmend. Aktuelle Umfragen zeigen, dass seine Popularität weiter sinkt und viele Amerikaner seinen Kurs kritisch sehen. Man kann daher festhalten: Für den republikanischen Präsidenten läuft es derzeit alles andere als gut.

Der Geheimdienst der iranischen Revolutionsgarde (IRGC) erklärte am Sonntag, der Handlungsspielraum der Vereinigten Staaten habe sich «verengt». Als Begründung nennt Teheran mehrere diplomatische Entwicklungen, die Washington zunehmend unter Druck setzen würden.

Demnach reicht die Spannweite von Irans einmonatigem Ultimatum zur Beendigung der Seeblockade bis hin zu einer aus Sicht der Revolutionsgarde veränderten Haltung Russlands, Chinas und europäischer Staaten gegenüber den USA. Diese Veränderungen liessen laut IRGC nur einen Schluss zu.

«Es gibt nur eine mögliche Interpretation: Trump steht vor der Wahl zwischen einer kaum durchführbaren Militäroperation oder einem schlechten Abkommen mit der Islamischen Republik Iran. Der Handlungsspielraum der USA hat sich verengt», schrieb die Revolutionsgarde auf der Plattform X.

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Die Aussagen wurden anschliessend von mehreren iranischen Medien aufgegriffen und verbreitet.

03.05.2026, 11:45 Uhr

Israel ruft neue Evakuierungsaufrufe für Süden Libanons aus

Von Daniel Macher, Redaktor am Newsdesk

Seit knapp drei Wochen herrscht eine Waffenruhe zwischen den Kriegsparteien im Nahen Osten – auf der einen Seite die USA und Israel und auf der anderen Iran und der Libanon. Doch der temporäre Frieden ist brüchig, und besonders im Konflikt zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz nehmen die Kämpfe wieder deutlich zu.

Am Sonntag veröffentlichte die israelische Armee neue Evakuierungsaufrufe für mehrere Ortschaften im Süden des Libanon ausserhalb ihres Kontrollgebiets. Die Bewohner wurden auf der Plattform X aufgefordert, ihre Häuser sofort zu verlassen und sich mindestens einen Kilometer weit in offene Gebiete zu begeben. Betroffen sind über zehn Dörfer und Städte.

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Israel greift laut eigenen Angaben weiterhin Ziele der pro-iranischen Hisbollah an. Am Samstag wurden im Süden Libanon nach libanesischen Angaben fünf Menschen bei Luftangriffen getötet. Die israelische Armee sprach von rund 50 Angriffen innerhalb von 24 Stunden und der Zerstörung von «Terror-Infrastruktur».

Für Kritik sorgte zudem die Beschädigung eines Gebäudes auf einem religiösen Gelände im Dorf Jarun. Eine katholische Hilfsorganisation sprach von einem zerstörten Kloster und verurteilte den Vorfall scharf. Israel weist die Vorwürfe zurück und erklärt, es habe keine Hinweise auf ein religiöses Gebäude gegeben, bevor gehandelt worden sei.

Die USA drängen angesichts der angespannten Lage und der brüchigen Waffenruhe auf direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon auf hoher politischer Ebene.

03.05.2026, 01:25 Uhr

Teheran provoziert mit neuestem «Friedensplan» – Trump fordert «hohen Preis» von Iran

Von Daniel Kestenholz, Redaktor Nachtdienst

Der Iran hat den USA am Samstag einen überarbeiteten 14-Punkte-Plan vorgelegt, der den Krieg beenden soll. Was zum Plan soweit bekannt ist, sieht mehr wie eine iranische Wunschvorstellung aus als ein Angebot, das US-Präsident Donald Trump überzeugen dürfte. Der Plan liest sich eher wie eine Provokation. Teheran fordert viel, ohne greifbare Gegenleistungen zu offerieren.

Trump gab sich am Sonntag auf Truth Social skeptisch, bevor er das Angebot prüfte: «Ich werde mir in Kürze den Plan ansehen, den der Iran uns soeben übermittelt hat», schrieb der US-Präsident, «kann mir aber nicht vorstellen, dass er akzeptabel sein wird, da sie für das, was sie der Menschheit und der Welt in den letzten 47 Jahren angetan haben, noch keinen ausreichend hohen Preis bezahlt haben.»

Zu den Kernpunkten des iranischen Plans gehören arabischen Medienberichten zufolge Garantien gegen künftige Angriffe, der Rückzug von US‑Truppen aus iranischer Umgebung, die Aufhebung der US-Seeblockade, die Freigabe iranischer Gelder, Kriegsentschädigungen sowie die Beendigung aller Sanktionen, verbunden mit einem Waffenstillstand an allen Fronten und mehr iranischer Mitbestimmung über Sicherheit und Schifffahrt in der Strasse von Hormus. Verhandlungen über das iranische Atomprogramm sollen erst in Zukunft erfolgen.

Ein realistischer Deal müsste vermutlich genau anders aussehen: zuerst konkrete Zugeständnisse Irans, zum Beispiel beim Atomprogramm, dann schrittweise Sanktionserleichterungen. Zudem gibt der Iran an, einen parlamentarischen Gesetzesentwurf zur Regelung der Strasse von Hormus vorbereitet zu haben. Dieser soll die Durchfahrt israelischer Schiffe verhindern und die Durchfahrt von Schiffen aus «feindlichen» Ländern nur dann erlauben, wenn diese Länder Kriegsreparationen zahlen.

02.05.2026, 16:34 Uhr

Emirate geben Luftraum vollständig frei

Von Marian Nadler, Redaktor am Newsdesk

Wochenlang hat es in der Golfregion massive Einschränkungen gegeben, Jetzt kehrt man langsam wieder zur Normalität zurück. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben am Samstag ihren Luftraum freigegeben. Der normale Flugbetrieb werde vollständig aufgenommen, teilte die Luftfahrtbehörde des Landes am Samstag auf der Plattform X mit.

Rund zwei Monate lang waren zuvor nur Sonderflüge möglich gewesen. Die Entscheidung sei nach einer umfassenden Prüfung der Betriebs- und Sicherheitsbedingungen getroffen worden und der Luftraum werde weiterhin genau überwacht, um die Sicherheit zu gewährleisten, hiess es. Mit seinen wichtigen Reisezielen Abu Dhabi und Dubai gehören die Emirate zu einem der wichtigsten Staaten für den Luftverkehr in der Region. 

Eine Emirates-Maschine landet an einem der beiden Dubaier Flughäfen. (Symbolbild)
Foto: keystone-sda.ch

Neben den Emiraten läuft der Luftverkehr auch in Bahrain, Irak, Kuwait und Syrien wieder normal an. Aktuell gilt zwischen den beiden Kriegsparteien Iran und USA eine Waffenruhe. 

Hundertprozentig ist der Konflikt aber nicht gelöst. Auf dem Papier wurde der Krieg von US-Präsident Donald Trump (79) beendet. Dabei läuft die US-Blockade der Strasse von Hormus weiter und auch die Militärpräsenz im Nahen Osten wurde noch nicht reduziert, wie mein Kollege Daniel Kestenholz in seinem Artikel schreibt.

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