Säbelrasseln im Iran
Ayatollah droht Trump und erklärt EU-Streitkräft zu «terroristischen Organisationen»

Irans oberster Führer Ayatollah Ali Khamenei droht den USA bei einem Angriff mit Krieg. Er erklärte auch die europäischen Streitkräfte zu «terroristischen Organisationen».
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Donald Trump scheint in den letzten Tagen immer entschlossener zu sein, den Iran militärisch angreifen zu wollen.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Irans Führer droht USA mit regionalem Krieg bei Angriff auf Iran
  • EU setzt iranische Revolutionsgarde am 29. Januar 2026 auf Terrorliste
  • Iran erklärt alle EU-Streitkräfte als «terroristisch» nach EU-Entscheid
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Mattia JutzelerRedaktor News

Jetzt droht er Donald Trump (79) ganz offen. Ayatollah Ali Khamenei (86) der oberste Führer des Iran, prophezeit einen regionalen Konflikt, sollten die USA den Iran angreifen. «Das iranische Volk wird jemandem, der angreift oder Schaden zufügt, einen harten Schlag versetzen», sagte er gegenüber der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Tasnim. «Die Amerikaner sollen wissen: Wenn sie einen Krieg vom Zaun brechen, wird es dieses Mal ein regionaler Krieg sein.»

Die Situation zwischen der autoritären islamischen Republik Iran und den westlichen Staaten brodelt also unaufhörlich weiter. Am Donnerstag beschloss die EU, die iranische Revolutionsgarde offiziell auf ihrer Liste der Terrororganisationen zu vermerken. Die Revolutionsgarde ist eine Eliteeinheit der iranischen Armee und laut einer Analyse von SRF der Repressionsapparat der ultra-konservativen Regierung des Landes.

«Tod für Amerika»

Als Reaktion erklärte der Iran alle Streitkräfte der EU-Staaten zu «terroristischen Gruppen». Europa wolle laut dem iranischen Parlamentspräsidenten so «seinen Herrn, nämlich Amerika, zufriedenstellen». Das berichtet die «Welt».

Viele der Abgeordneten im iranischen Parlament hatten bei der letzten Sitzung aus Solidarität mit der Eliteeinheit ⁠die Uniformen der Revolutionsgarden angezogen. Laut der «Kronen Zeitung» sollen einige der Politiker im Saal mit erhobenen Fäusten «Tod für Amerika» und «Tod für Israel» gerufen haben. 

USA wirken immer entschlossener

US-Präsident Donald Trump wirkte in den vergangenen Tagen immer entschlossener, den Iran militärisch anzugreifen. Am Samstag hat er zum Beispiel Kriegsschiffe Richtung Iran entsendet. Trump behauptet, er habe mit seinen Drohungen die Hinrichtung vieler Menschen verhindert, die seit Wochen gegen das Regime protestieren. 

Ein Angriff der USA auf den Iran könnte dramatische Folgen haben. Vom Sturz des Mullah-Regimes bis zu Vergeltungsschlägen auf US-Basen oder einer humanitären Krise wäre alles denkbar.

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