Darum gehts
- Im Altai trafen ein Jugendlicher und sein Begleiter auf einen Bären
- Der Bär riss den 15-Jährigen vom Baum und biss ihn schwer
- Eine explodierende Handybatterie vertrieb ihn offenbar
Es muss eine Szene wie in einem Actionfilm gewesen sein: Ein 15-Jähriger war mit einem erwachsenen Begleiter im Wald unterwegs, um die Bienenstöcke seiner Familie zu kontrollieren. Plötzlich tauchte in der russischen Region Altai ein Braunbär auf. Der Teenager versuchte, sich auf einen Baum zu retten – doch das Tier riss ihn herunter und griff ihn brutal an, berichtet die britische Tageszeitung «Metro».
Was dann passierte, gleicht einem Wunder: «Als der Bär in das Hinterteil des Jungen biss, explodierte seine Handybatterie und erschreckte den Bären», berichtete der erwachsene Begleiter demnach russischen Medien. Durch die Explosion aufgeschreckt, flüchtete das Tier in den Wald. Schwer verletzt kam der Teenager ins Spital. Er musste sofort unters Messer, sein Zustand ist kritisch.
Russland verzeichnet immer mehr Bärenangriffe
Es ist kein Einzelfall: Allein im September forderten Bären in Russland 16 Todesopfer, meldet CNN. Zuletzt machte auch das Schicksal des Vaters des NHL-Stars Andrej Kusmenko (30) Schlagzeilen. Der Mann wurde bei einem Angelausflug in Russland Opfer eines Bärenangriffs. Die Rettung konnte den Verletzten aufgrund des dichten Waldes nicht schnell genug erreichen. Kusmenkos Vater erlag den Verletzungen.
Mehr Glück hatte ein russischer Jäger auf Elchjagd: Als ihn 2022 eine Bärenmutter bedrohte, drückte er nicht ab – seine Munition war für Bären zu schwach. Das Tier zog sich von alleine zurück.
Auch Japan beobachtet einen drastischen Anstieg von Bärenattacken. Dort dringen die Riesen immer tiefer in Städte ein und streifen sogar durch Supermärkte. Neben dem Braunbären lebt dort auch der asiatische Schwarzbär.
Aggressive Bären-Familie in Europa
Auch in unseren Nachbarländern kommt es vereinzelt zu Bärenangriffen. Besonders eine Bärin und ihre Familie werden als gefährlich eingestuft: 2022 verletzt Bärin Gaia einen Jogger (†26) im Norden Italiens tödlich. Die Bärin hatte bereits zwei Jahre zuvor einen Vater und seinen Sohn angegriffen – sie kamen verletzt, aber lebend davon.
Im Fall Gaia liegt die Aggression in der Familie: Ihr Bruder Bruno riss in Bayern Schafe, plünderte Bienenstöcke und schlich durch Dörfer. 2006 wurde der Problembär erschossen – heute steht er ausgestopft im Museum in München.