Experten entlarven Trumps Grönland-Lügen
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Aussagen im Faktencheck:Experten entlarven Trumps Grönland-Lügen

Nach Trumps Grönland-Drohung
EU bereitet Vergeltungszölle in Höhe von 93 Milliarden Euro vor

Deutschland und die übrigen betroffenen europäischen Länder haben die Strafzoll-Drohung von US-Präsident Donald Trump im Grönland-Konflikt zurückgewiesen. In einer gemeinsamen Erklärung warnen die Staaten vor einer Eskalation. Nun planen die Länder nächste Schritte.
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Donald Trumps Zoll-Drohung wird von den betroffenen EU-Staaten zurückgewiesen.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Trump plant ab 1. Februar Strafzölle wegen Grönland-Politik europäischer Länder
  • Acht EU-Staaten wehren sich geschlossen gegen US-Druck und Erpressung
  • US-Zölle: 10 Prozent ab Februar, 25 Prozent ab Juni 2026
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Die Situation im kalten Grönland brodelt immer weiter. Die acht EU-Staaten, gegen die US-Präsident Donald Trump (79) wegen ihrer Grönland-Politik Strafzölle erheben will, wehren sich. «Zoll-Drohungen untergraben die transatlantischen Beziehungen und bergen das Risiko einer Eskalation», heisst es in einer gemeinsamen Erklärung Deutschlands mit Dänemark, Finnland, Frankreich, den Niederlanden, Norwegen, Schweden und Grossbritannien.

Nun will Europa reagieren. «Wir sind entschlossen, unsere Souveränität zu wahren.» Am Sonntagabend sind die 27 EU-Staaten zu einer Krisensitzung zusammengekommen. Bei dem Treffen auf Botschafterebene in Brüssel dürften die verschiedenen Möglichkeiten, auf Trumps offenen Erpressungsversuch zu reagieren, diskutiert worden sein.

Bereitet EU Vergeltungszölle vor?

Laut der «Financial Times» bereitet die EU Vergeltungszölle in Höhe von 93 Milliarden Euro vor. Bisher wurde dies noch nicht offiziell bestätigt. Zudem werde der Handelsdeal, den die EU mit den USA hat, gestoppt. Aufgrund der aktuellen Lage organisiert die EU einen Sondergipfel. Dieser findet voraussichtlich am Donnerstag statt. 

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Bei den Beratungen auf europäischer Ebene über die Reaktion auf den offenen Erpressungsversuch des US-Präsidenten dürfte auch die Aktivierung eines EU-Instruments zur Abwehr wirtschaftlicher Nötigung diskutiert werden – dieses wird auch als «Handels-Bazooka» bezeichnet. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron werde beantragen, das sogenannte Anti-Coercion Instrument (ACI) zu nutzen, hiess es aus dem Umfeld des Präsidenten.

«Ich werde möglicherweise Zölle einführen»
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Trump droht wegen Grönland:«Ich werde möglicherweise Zölle einführen»


Der US-Präsident will die zum Königreich Dänemark gehörende Insel den USA einverleiben – was die europäischen Nato-Partner vehement ablehnen. Die angekündigten US-Zölle sollen so lange gelten, bis ein Abkommen über den vollständigen Kauf der Arktisinsel erzielt werde, schrieb Trump auf Truth Social. Ab 1. Februar sollen demnach 10 Prozent für in die USA gesendete Waren fällig werden, ab 1. Juni 25 Prozent.

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