Darum gehts
- Trump plant ab 1. Februar Strafzölle wegen Grönland-Politik europäischer Länder
- Acht EU-Staaten wehren sich geschlossen gegen US-Druck und Erpressung
- US-Zölle: 10 Prozent ab Februar, 25 Prozent ab Juni 2026
Die Situation im kalten Grönland brodelt immer weiter. Die acht EU-Staaten, gegen die US-Präsident Donald Trump (79) wegen ihrer Grönland-Politik Strafzölle erheben will, wehren sich. «Zoll-Drohungen untergraben die transatlantischen Beziehungen und bergen das Risiko einer Eskalation», heisst es in einer gemeinsamen Erklärung Deutschlands mit Dänemark, Finnland, Frankreich, den Niederlanden, Norwegen, Schweden und Grossbritannien.
Es sind die Länder, die beschlossen haben, militärisches Personal nach Grönland zu schicken, um unter anderem beim Schutz vor kritischer Infrastruktur zu helfen. Die 15 beteiligten Soldaten aus Deutschland wurden nach offiziellen Angaben inzwischen wieder zurückbeordert.
«Werden unsere Souveränität wahren»
Nun wollen die betroffenen Länder geschlossen reagieren. «Wir sind entschlossen, unsere Souveränität zu wahren.»
Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen reagierte zudem mit deutlichen Worten: «Wir sind nicht diejenigen, die den Konflikt suchen.» Sie freue sich über die gleichlautenden Signale aus anderen europäischen Ländern. «Europa lässt sich nicht erpressen», sagte sie.
Trump führt Zölle ab 1. Februar ein
In der gemeinsamen Erklärung der acht Staaten hiess es: «Als Alliierte der Nato sind wir der Stärkung der Sicherheit in der Arktis verpflichtet. Das ist ein gemeinsames transatlantisches Interesse.» Die von Dänemark koordinierte Übung «Arctic Endurance» sei eine Antwort auf die Notwendigkeit grösserer Sicherheit in der Arktis. «Die Übung stellt für niemanden eine Bedrohung dar», erklärten die acht Länder.
Und weiter: «Wir stehen in voller Solidarität an der Seite des Königreichs Dänemark und der Bevölkerung Grönlands. Aufbauend auf dem vergangene Woche begonnenen Prozess sind wir bereit, in einen Dialog einzutreten, auf Grundlage der Prinzipien der Souveränität und territorialen Integrität. Wir stehen fest zu diesen Prinzipien.»
Der US-Präsident will die zum Königreich Dänemark gehörende Insel den USA einverleiben – was die europäischen Nato-Partner vehement ablehnen. Die angekündigten US-Zölle sollen so lange gelten, bis ein Abkommen über den vollständigen Kauf der Arktisinsel erzielt werde, schrieb Trump auf Truth Social. Ab 1. Februar sollen demnach 10 Prozent für in die USA gesendete Waren fällig werden, ab 1. Juni 25 Prozent.