Trump postete Ausschnitt von KI-Video
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Obamas als Affen dargestellt:Trump postete Ausschnitt von KI-Video

Nach Rassismus-Vorwurf
Trump löscht KI-Video mit Obamas als Affen wieder

US-Präsident Donald Trump schockt mit einem KI-Video: Auf seiner Plattform Truth Social teilte der Republikaner einen Clip, der Barack und Michelle Obama als Affen zeigt. Politiker und Kritiker verurteilen den Post scharf.
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Barack und Michelle Obama werden von Trump als Affen verhöhnt.
Foto: Screenshot

Darum gehts

  • Donald Trump teilt Video auf Truth Social mit rassistischen Obama-Darstellungen
  • Video zeigt Obamas als Affen zu «The Lion Sleeps Tonight»
  • Gavin Newsom fordert sofortige Verurteilung durch Republikaner
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.

US-Präsident Donald Trump (79) hat auf seiner Onlineplattform Truth Social ein KI-Video geteilt, in dem Ex-Präsident Barack Obama (64) und seine Frau Michelle (62) als Affen dargestellt werden. 

Trump postete einen Beitrag, der sich um angebliche Manipulationen bei der Wahl 2020 dreht. Nach rund einer Minute erscheinen in einem kurzen Einschub die Gesichter der Obamas mit Affenkörpern zur Melodie von «The Lion Sleeps Tonight». Im Hintergrund ist ein Dschungel zu sehen. Anschliessend endet der Clip.

Die Entgleisung hat in den USA grosse Empörung ausgelöst. In den Medien und sozialen Netzwerken ist gar die Rede von einem «Komplett-Ausfall» Trumps. Der US-Präsident löschte das Video im Verlauf des Freitags wieder von seinem Profil. Am Abend ist es nicht mehr zu finden. «Ein Mitarbeiter des Weissen Hauses hat den Beitrag irrtümlich verfasst», sagte ein Sprecher der US-Regierung zu NBC News.

«Rassistisches Bild»

Auch im Internet hagelt es Kritik. «Trump hat gerade ein Video auf Truth Social gepostet, das ein rassistisches Bild von Barack und Michelle Obama als Affen enthält. Tiefer geht es nicht», hiess es auf dem regierungskritischen X-Konto Republicans against Trump.

Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom (58), der als möglicher Kandidat der Demokraten für die nächste Präsidentenwahl gilt, griff die Kritik auf. «Widerliches Verhalten des Präsidenten. Jeder einzelne Republikaner muss das verurteilen. Sofort», heisst es in einem Post seines Pressebüros.

Kritiker fordern Amtsenthebungsverfahren

In Foren und Kommentarspalten fallen die Reaktionen teils noch schärfer aus. Einige Nutzer fordern gar politische Konsequenzen und verweisen auf den 25. Zusatzartikel der US-Verfassung, der eine Amtsenthebung des Präsidenten wegen Amtsunfähigkeit vorsieht. Andere kritisieren Trump dafür, gezielt eine entmenschlichende Bildsprache zu verwenden und gesellschaftliche Spaltungen weiter zu vertiefen. 

Der Ausschnitt mit den Obamas im Trump-Post stammt aus einem KI-Video, das von einem anderen Konto erstellt wurde und bereits im Herbst vergangenen Jahres kursierte. Das ergab eine Untersuchung des Faktencheck-Teams der deutschen Presseagentur. 

Es ist nicht das erste Video, in dem Trump die Obamas verhöhnt. Vor einem halben Jahr teilte er bereits einen Clip, in dem zu sehen ist, wie Obama angeblich festgenommen wird. Auch dieses Video war KI-generiert. 

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