Darum gehts
- Wladimir Putin droht der Ukraine mit scharfen wirtschaftlichen Vergeltungsmassnahmen
- Russland plant Ausbau der Luftabwehr nach Drohnenangriffen auf Logistikzentren
- Russische Offensive beschleunigt: Putin bekräftigt Gesprächsbereitschaft nur unter Bedingungen
Wladimir Putin hat der Ukraine am Samstag heftig gedroht. Nach den jüngsten Angriffen auf russische Infrastruktur schwört der russische Präsident Rache.
«Kiew hat die Büchse der Pandora geöffnet, als es beschloss, die russische Wirtschaftsinfrastruktur anzugreifen», sagte Putin im Interview mit dem Kreml-Propagandisten Pawel Sarubin am Samstagabend. «Das Regime in Kiew hat sich zum Ziel gesetzt, unserer Wirtschaft zu schaden. Nun gut, jetzt werdet ihr eine Antwort in Bezug auf die sensibelsten Bereiche eurer Wirtschaft erhalten, die, offen gesagt, bereits am Rande des Zusammenbruchs stehen.»
Putin will Luftabwehr ausbauen
Gleichzeitig bekräftigte Putin auch die Forderung, das russische Luftabwehrsystem auszubauen. In den vergangenen Wochen griffen ukrainische Drohnen immer wieder russische Logistikzentren von Wildberries – dem russischen Amazon – an.
«Russland muss sein Luftabwehrsystem ausbauen und die Zusammenarbeit zwischen den Sicherheitsbehörden und den zivilen Behörden verbessern», so Putin.
Obwohl Putin der Ukraine heftig drohte, erklärte er, dass er grundsätzlich gesprächsbereit sei. «Wir sind jederzeit zu Friedensgesprächen bereit, aber nur auf Grundlage der Realität vor Ort.» Er betonte, dass die russischen Truppen ihre Offensive nicht nur in alle Richtungen fortsetzen würden, sondern auch das Tempo ihres Vormarsches beschleunigt hätten.