Auf dem Kreuzfahrtschiff MSC Meraviglia liegen die Nerven der Gäste blank. Das Schiff, das der der Schweizer Reederei MSC Cruises gehört, durfte wegen zwei bei denen Passagiere Grippe-Symptome zeigten, tagelang nirgends in der Karibik andocken.
Sowohl für die Cayman Islands als auch für Jamaika wurde dem Schiff eine Abfuhr erteilt. Bei einigen der über 4000 Passagiere reisst daraufhin der Geduldsfaden. Im Speisesaal kommt es zum Gerangel: Ein alkoholisierter Passagier geht auf einen Animateur los, ein anderer alkoholisierter Mann attackiert einen Klavier-Spieler.
Animateur und Klavier-Spieler attackiert
Die Schweizer Reederei MSC Cruises äussert sich gegenüber BLICK zum Vorfall an Bord. «In unserem Fall ging es um zwei männliche Gäste, offenbar stark alkoholisiert, die sich einseitig gegenüber Musikern und dann weiteren Besatzungsmitgliedern aggressiv und gewalttätig verhalten haben», sagt Dominik Gebhard, Sprecher von MSC Cruises.
Die Bord-Security habe versucht, die beiden Gäste zurückzuhalten. Doch erst als Pfefferspray eingesetzt wurde, beruhigte sich die Situation.
Zwei Passagiere hatten Grippe-Symptome
Ein Besatzungsmitglied und eine Passagierin hatten Grippe-Symptome, wie man sie beim Coronavirus kennt, gezeigt. Diese wurden daraufhin abgeklärt. Am Freitag aber gab es Entwarnung: Es handelte sich um die gewöhnliche Grippe.
Gebhard kritisiert das Anlege-Verbot in der Karibik scharf: «Dies geschah rein aus Angst und ohne Prüfung der medizinischen Unterlagen, die gezeigt hätten, dass es sich nur um zwei Grippefälle handelte.»
Letztlich aber durfte die MSC Meraviglia in Mexiko andocken. «Die mexikanischen Behörden hatten dem Schiff schlussendlich ein makelloses Gesundheitszeugnis ausgestellt, sodass alle Passagiere in Cozumel von Bord gehen konnten», sagt Gebhard. Diese Schiffsreise dürften die Passagiere so schnell nicht vergessen. (neo/rad)
Das Coronavirus beschäftigt aktuell die ganze Welt und täglich gibt es neue Entwicklungen. Alle aktuellen Informationen rund ums Thema gibt es im Coronavirus-Ticker.
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