Fall Fabian: Gina H. kommt zu Wort
«Ich werde kämpfen, bis ich auf freiem Fuss bin»

Entscheidender Tag im Mordprozess rund um Fabian (†8). Am Freitag halten die Anwälte von Gina H. ihr Plädoyer. Die Angeklagte hatte danach das letzte Wort.
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Gina H. möchte einen Freispruch.
Foto: picture alliance/dpa

Darum gehts

  • Die Staatsanwaltschaft fordert lebenslang wegen Mordes, die Verteidigung verlangt Freispruch
  • Die Anwälte von Gina H. kritisieren die Ermittlungen und sehen gegen sie keine eindeutige Beweislage
  • Gina H. weist die Vorwürfe zurück, das Urteil im Mordprozess fällt am 10. November im Fall Fabian

Nachdem die Staatsanwaltschaft Rostock am Donnerstag ihr Plädoyer gehalten und eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes für Gina H. (30) gefordert hatte, hatten heute die Verteidigung und die Angeklagte selbst das Wort. Sie fordern einen Freispruch.

Die Verteidigung vertritt die Auffassung, dass die Ermittlungen von Anfang an zu stark auf Gina H. fokussiert gewesen seien und möglicherweise durch die intensive Medienberichterstattung beeinflusst worden seien. Zudem seien zahlreiche Spuren ohne Ergebnis geblieben. Entgegen der Darstellung der Staatsanwaltschaft sieht die Verteidigung daher keine eindeutige und unumstössliche Beweislage.

Als «Schlampe» dargestellt

Auch Gina H. weist die Vorwürfe entschieden zurück und beteuert ihre Unschuld. Sie beschreibt sich als liebevolle Mutter und Vertrauensperson für Fabian. Eifersucht oder ein schlechtes Verhältnis zu ihm habe es nicht gegeben. Die öffentliche Darstellung ihrer Person finde sie ungerecht, Gina H. spricht von einer «Hetzjagd» und massiven Vorverurteilungen. Zudem beklagt sie, verspottet und verhöhnt sowie mit Morddrohungen konfrontiert worden zu sein. Sie sei als «Schlampe» dargestellt worden.

Ihre Unschuld wolle sie bis zur letzten Instanz verteidigen: «Ich werde kämpfen für meine Unschuld und lasse mich nicht unschuldig für mein ganzes Leben lang wegsperren und wenn ich bis vors höchste Gericht gehen muss. Ich werde so lange kämpfen, bis ich auf freiem Fuss bin!»

Mit diesen Ausführungen endet der Prozess. Das Urteil fällt am 10. November.

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