Zwei F-16-Kampfflugzeuge der rumänischen Luftwaffe sind am Donnerstag aufgestiegen, nachdem eine kleine maritime Drohne rund 80 Seemeilen – also etwa 148 Kilometer – östlich der Stadt Constanța gesichtet worden war.
Das unbemannte Boot trieb in der ausschliesslichen Wirtschaftszone (AWZ) Rumäniens nahe der Plattform Neptun Alpha. Wichtig dabei: Die Drohne befand sich damit zwar innerhalb der rumänischen Wirtschaftszone, aber nicht direkt in den rumänischen Hoheitsgewässern.
Drohne abgeschossen
Die mit Sprengstoff beladene Drohne war gegen 6.28 Uhr von einem Handelsschiff gemeldet worden. Daraufhin wurden zwei rumänische F-16 zur Überprüfung des Ziels entsandt. Eines der Kampfflugzeuge nahm die Drohne ins Visier und feuerte mit der Bordkanone. Dabei wurde das Ziel getroffen.
Für die weitere Untersuchung ist inzwischen ein Schiff der rumänischen Küstenwache unterwegs. An Bord befindet sich ein EOD-Team der rumänischen Seestreitkräfte, das die maritime Drohne vor Ort überprüfen und gegebenenfalls weitere Massnahmen einleiten soll.
Auf X lobte der rumänische Präsident Nicușor Dan seine Armeeangehörigen und die Piloten und erhob schwere Vorwürfe gegen Moskau. Dan verurteilt die «Intensivierung solcher unverantwortlicher Vorfälle seitens der Russischen Föderation» und bekräftigte das Rumänien an der Seite der Nato stehe.