Ein möglicher Mordanschlag auf Polens Premierminister Donald Tusk und seinen Vize Władysław Kosiniak-Kamysz versetzt die Regierung in Aufruhr. Die polnische Polizei hat Hinweise auf eine konkrete Bedrohung erhalten. Dies bestätigte das Innenministerium laut dem Portal «Onet». Die Behörden reagierten sofort mit einer Krisensitzung.
Innenminister Marcin Kierwiński und Geheimdienst-Koordinator Tomasz Siemoniak griffen hart durch. Sie hätten «die Einleitung von Massnahmen in dieser Angelegenheit angeordnet», erklärte eine Sprecherin auf X. Noch am Sonntagvormittag um 11 Uhr trafen sich Polizei und Staatsschutz im Antiterrorzentrum.
«Hinweis war beunruhigend»
Premier Tusk wusste früh Bescheid. Laut Regierungssprecher Adam Szłapka informierte man ihn bereits um 7 Uhr. Szłapka zu TVN24: «Dieser Hinweis war beunruhigender als frühere Meldungen dieser Art. Die Dienste arbeiten und ermitteln.» Ob es bereits Festnahmen gab, ist unklar.
Weitere Details halten die Behörden streng unter Verschluss. Laut «Bild» wird die Sicherheit der Regierungsspitze derzeit intensiv untersucht, um jede Gefahr abzuwehren.