Pharmabranche von 100-Prozent-Zoll verschont
Trump für einmal gnädig mit der Schweiz

US-Präsident Donald Trump belegt mit einem neuen Dekret patentierte Arzneimittel mit massiven Importzöllen. Während weltweit Aufschläge von 100 Prozent drohen, bleibt die Schweiz verschont.
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Donald Trump will wieder neue Strafzölle erheben.
Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • USA verhängen 100 % Zölle auf patentierte Medikamente ab 2. April 2026
  • Für Schweizer Pharma nur 15 % dank Handelsabkommen mit USA
  • US-Investitionszusagen über 400 Milliarden Dollar zur Zollsenkung angekündigt
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Guido FelderAusland-Redaktor

Unter Berufung auf die nationale Sicherheit («Section 232») hat die US-Regierung am Donnerstag weitreichende Zölle auf pharmazeutische Produkte und deren Inhaltsstoffe verhängt. Ziel ist es, die Abhängigkeit von ausländischen Lieferketten zu brechen und die Produktion zurück in die USA zu zwingen.

Die Kernbotschaft des Weissen Hauses ist drastisch: Für patentierte Medikamente gilt künftig ein Regelsatz von 100 Prozent. Doch für die Schweizer Pharmabranche gibt es eine Entwarnung: Wegen des bestehenden Deals mit der Pharmabranche bleibt für Produkte aus der Schweiz und Liechtenstein der Zollsatz bei 15 Prozent. Das Gleiche gilt für die EU, Japan und Südkorea.

Die nun angekündigten Zoll-Massnahmen sollen in 120 Tagen für grosse Unternehmen und in 180 Tagen für kleinere Firmen in Kraft treten.

Zusagen von 400 Milliarden

Trotz des Vorzugstarifs ist die Botschaft aus Washington klar: Wer den US-Markt ohne jegliche Zölle bedienen will, muss investieren. Das Dekret sieht vor, dass Unternehmen, die verbindliche Abkommen über die Produktion auf US-Boden unterzeichnen, ihre Zollbelastung weiter senken können. Laut Weissem Haus sollen bereits Zusagen über 400 Milliarden Dollar an Neuinvestitionen vorliegen.

Der Oberste Gerichtshof hatte Trumps Strafzölle für nichtig erklärt. Nun begründet Trump die Zölle damit, dass er die nationale Sicherheit und die öffentliche Gesundheit stärken wolle. 


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