Darum gehts
- In Ungarn droht Viktor Orban nach 16 Jahren eine Wahlniederlage
- Fidesz-Partei liegt hinter der Tisza-Partei von Peter Magyar zurück
- Wahlen bis 19 Uhr, Orban zuversichtlich: «Ich bin hier, um zu gewinnen»
Wahlbeteiligung bleibt hoch
Bis 13 Uhr haben schon über 54 Prozent der Wahlberechtigten in Ungarn ihre Stimme abgegeben. Das sind über vier Millionen Menschen, wie die «Bild» berichtet. Bei der letzten Wahl war die Wahlbeteiligung zu diesem Zeitpunkt um fast 15 Prozentpunkte tiefer.
Der Trend der hohen Wahlbeteiligung bleibt damit bestehen. Schon um 9 Uhr morgens hatten fast 17 Prozent der Wählenden ihre Stimme abgegeben – ebenfalls ein enorm hoher Wert.
Peter Magyar mobilisiert am Wahltag über Instagram
Viktor Orbans Herausforderer Peter Magyar möchte diese Wahl unbedingt gewinnen. Auf seinem Instagram-Kanal ruft er am Sonntagmittag erneut zur Mobilisierung auf. «Bei den heutigen Wahlen wird eine Rekordbeteiligung erwartet», schreibt Magyar in seinem Post.
Er fordert seine Wähler dazu auf, auch alle Freunde, Bekannten und Verwandten an die Urne zu schicken. «Wir schreiben heute ungarische Geschichte. Auf zum Wählen und Gewinnen!»
Riesige Wahlbeteiligung am Morgen früh
Seit dem Morgen sind die Urnen in Ungarn geöffnet. Bereits jetzt zeichnet sich eine historisch hohe Wahlbeteiligung ab. Um 9 Uhr haben fast 17 Prozent der Wählenden ihre Stimme abgegeben, so viel wie noch nie in der Regierungszeit Viktor Orbans.
Bei der letzten Wahl vor vier Jahren hatten zu diesem Zeitpunkt lediglich gut 10 Prozent der Wählenden ihre Stimme abgegeben, wie «Focus» berichtet. Auch Orban selbst sowie sein Herausforderer Peter Magyar haben ihre Stimme am Morgen in Budapest eingeworfen.
Endet Orbans Herrschaft nach 16 Jahren?
Die Wahl in Ungarn am Sonntag ist wegweisend. Viktor Orban könnte zum ersten Mal seit 16 Jahren als Präsident abgewählt werden. Seine Regierungszeit war geprägt von stärkerer staatlicher Medienkontrolle und Korruptionsvorwürfen. Auch sorgte Orbans Nähe zu Russland und Wladimir Putin (73) für Spannungen in Europa und in der EU.
Wer Orbans Herausforderer Peter Magyar ist und wie gut seine Chancen sind, Orban zu schlagen, erklärt mein Kollege Daniel Macher hier in seiner Analyse.
Die Urnen in Ungarn sind offen! Nach 16 Jahren ununterbrochener Herrschaft droht Viktor Orban (62) am Sonntag eine historische Niederlage. Seine Fidesz-Partei liegt in den Umfragen deutlich hinter der Tisza-Partei seines Herausforderers Peter Magyar (45).
Orban hat sich seit seiner ersten Wahl 2014 ein illiberales Staatsmodell aufgebaut. Seine Regierungszeit war geprägt von stärkerer staatlicher Medienkontrolle und Korruptionsvorwürfen. Auch sorgte Orbans Nähe zu Russland und Wladimir Putin (73) für Spannungen in Europa und in der EU.
Magyar fordert im Gegensatz mehr Rechtsstaatlichkeit, den Abbau von Korruption und eine stärkere EU-Integration. Genau wie Orban unterstützt auch er jedoch eine restriktive Migrationspolitik.
Orban zeigt sich zuversichtlich
Die Wahl in Ungarn läuft bis am Sonntagabend um 19 Uhr. Orban zeigte sich am Morgen zuversichtlich, als er selbst seine Stimme abgab. «Ich bin hier, um zu gewinnen», sagte er zu Reportern in Budapest, wie die BBC berichtet.
Orban wird neben Russland auch von den USA unterstützt. US-Vizepräsident J. D. Vance (41) besuchte jüngst Budapest, um Orban im Wahlkampf zu unterstützen. Auch Präsident Donald Trump (79) sprach sich öffentlich für ihn aus.
Auf der anderen Seite wird Magyar von westlichen Demokratieförderungsprojekten und der EU unterstützt, die seine Reformbemühungen stärken. Obwohl die Partei des Herausforderers in den Umfragen vorne liegt, könnte die Wahl aufgrund der Wählerstimmen auf dem Land spannend werden. Die bevölkerungsreichen Städte sind im ungarischen Wahlsystem benachteiligt.