Darum gehts
- Drei Touristen starben bei Bootsunglück nahe der Insel Smola in Norwegen
- Boot kenterte wegen Wind und hoher Wellen, Männer leblos gefunden
- Smola ist beliebtes Anglerziel, Unfälle oft durch Wetterunterschätzung
Drama beim Angelausflug in Norwegen: Drei Touristen sind tot. Die Männer waren am Sonntagabend mit ihrem Boot vor der Insel Smola spurlos verschwunden. Sie gehörten zu einer grösseren Reisegruppe.
Die Gruppe hatte sich auf drei verschiedene Boote aufgeteilt, um im Meer angeln zu gehen. Das berichtet der norwegische Fernsehsender VG. Als eines der Boote nicht zurückkehrte, meldeten es die anderen Touristen als vermisst.
Wind und hohe Wellen
Der norwegische Zentrale Rettungsdienst HRS rückte daraufhin mit Helikoptern und Rettungsbooten aus, um die vermissten Touristen aufzuspüren. In der Nacht auf Montag fanden die Einsatzkräfte die drei Männer leblos im Wasser. Das Boot war gekentert.
Die lokalen Behörden haben die Ermittlungen aufgenommen, um die genaue Todesursache zu klären. Ein Freund der Verstorbenen hatte am Sonntagabend von Wind und hohen Wellen berichtet. Die Nationalität der drei Touristen ist aktuell noch unbekannt.
Beliebtes Ferienziel
Die Gemeinde Smola hat ein Krisenteam aufgeboten, um die Freundesgruppe in dieser schwierigen Zeit psychisch zu unterstützen. Die Insel ist seit Jahren ein beliebtes Ziel von Angeltouristen.
Unschöne Zwischenfälle kommen dabei häufiger vor, laut VG jedoch noch nie in diesem Ausmass. «Mangelnde Ortskenntnisse, Unterschätzung des Wetters und unzureichendes Sicherheitsbewusstsein gehören zu den häufigsten Ursachen für Unfälle im Zusammenhang mit der touristischen Fischerei», erklärt Tanja Krangnes, Leiterin der Abteilung für Ertrinkungsprävention beim norwegischen Rettungsdienst.