Neue Details
Schützen vom Bondi Beach warfen Sprengsätze in die Menge

Fünfzehn Menschen starben durch die Gewalt des Vater-Sohn-Duos in Australien. Nun werden immer neue Details zum brutalen Anschlag bekannt. Fotos zeigen nicht detonierte Sprengsätze und eine Bombe im Kofferraum.
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Am 14. Dezember wurden bei einem Anschlag am Bondi Beach in Sydney 15 Menschen getötet.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Tödlicher Anschlag am Bondi Beach während Chanukka-Feier am 14. Dezember
  • Vater und Sohn warfen Sprengsätze und schossen auf Menschenmenge
  • 15 Menschen getötet, 40 versuchte Morde, fünf Bomben sichergestellt
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Angela RosserJournalistin News

Am 14. Dezember wollten zahlreiche Menschen mit Freunden und Familien am Bondi Beach den Beginn des jüdischen Lichterfests Chanukka feiern. In Erinnerung bleiben wird ihnen dieser Sonntag als einer der dunkelsten Tage ihres Lebens.

Der 50-jährige Sajid A.* (†) und sein Sohn Naveed A.* (24) begannen von einer Brücke aus, auf die friedliche Menge zu schiessen. Viele flohen in Panik, 15 wurden getötet und zahlreiche weitere verletzt. Sajid A. (†50) wurde von der Polizei erschossen und starb noch vor Ort. Sein Sohn wurde schwer verletzt ins Spital gebracht.

Sohn im Gefängnis

Wie die Polizei am Montag bekannt gibt, wurde er mittlerweile in eine Justizvollzugsanstalt im Osten von Sydney verlegt. Der 24-Jährige wurde wegen Terrorismus, 15-fachen Mordes und 40-fachen versuchten Mordes angeklagt.

Im Zuge der Ermittlungen der Polizei werden immer neue Details zum tödlichen Duo bekannt. So sollen die beiden kurz vor der Schiesserei improvisierte Sprengsätze in die Menge geworfen haben, schreibt CNN. Keine der vier Bomben sei jedoch detoniert. Gemäss dem Polizeiprotokoll waren alle drei Rohrbomben sowie die Tennisballbombe aber durchaus funktionsfähig.

Bombe im Kofferraum sichergestellt

Bilder der Polizei zeigen die sichergestellten Sprengsätze. Ein weiteres Foto zeigt eine fünfte mutmassliche Bombe. Sie wurde in dem Fahrzeug sichergestellt, mit dem die beiden Schützen zum Tatort fuhren.

In dem Bericht ist auch die Rede von einem Video, das vor einer Flagge des Islamischen Staats aufgenommen wurde. Es wurde auf dem Mobiltelefon des Sohnes gefunden, das die Polizei sichergestellt hatte. In dem Video sollen sie «ihre Rechtfertigung für den Terroranschlag von Bondi Beach» zusammengefasst haben. «Es gibt Beweise dafür, dass der Angeklagte und sein Vater diesen Terroranschlag über viele Monate hinweg akribisch geplant haben», heisst es in dem Dokument.

Gegend vor Anschlag erkundet

Aus dem Dokument geht auch hervor, dass die beiden den Ort des Anschlags zwei Tage zuvor besucht und ausgekundschaftet haben. Videoaufnahmen von Überwachungskameras zeigen, wie die beiden über die Brücke schlenderten, von wo aus sie am 14. Dezember auf ihre Opfer schossen.

* Namen bekannt

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