Nasa hat sich böse verrechnet
Weltraumsonde stürzt acht Jahre zu früh in Erdatmosphäre

Am frühen Mittwochmorgen stürzte eine Weltraumsonde in der Nähe des Pazifiks in die Erdatmosphäre. Eigentlich hätte diese ihre Umlaufbahn erst 2034 verlassen sollen. Bei der Nasa war zunächst unklar, ob Teile des Raumfahrzeugs die Erde erreichen könnten.
Kommentieren
1/4
Die beiden Zwillingssonden Van-Allan-Sonde A und Van-Allan-Sonde B.
Foto: AP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Weltraumsonde stürzt acht Jahre zu früh in Erdatmosphäre
  • Nasa plante von Anfang an eine Entsorgung der Sonde durch gezielte Verglühung
  • Nasa Berechnungen waren aufgrund einer Fehleinschätzung des Sonnenzyklus nicht korrekt
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
Wiebke_Köhne_Praktikantin News Desk_Ringier Blick_1.jpg
Wiebke KöhneRedaktorin Newsdesk

Eine Weltraumsonde sorgte am Mittwoch für eine Überraschung bei der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Das 600 Kilogramm schwere Raumfahrzeug namens Van-Allen-Sonde A krachte am frühen Morgen aus seiner Umlaufbahn in die Erdatmosphäre. Wie CNN am Mittwoch berichtete, befand es sich zu diesem Zeitpunkt südlich von Mexiko über dem Pazifik. 

Zunächst war unklar, ob Teile der Sonde den Wiedereintritt überstehen und zu Boden stürzen könnten. Die Wahrscheinlichkeit, dass Trümmerteile einer Person Schaden zufügen könnten, schätzte die Nasa mit 1 zu 4200 ein. Laut CNN wurden keine Augenzeugenberichte oder Verletzte gemeldet.

Zweite Sonde könnte auch abstürzen

Die Sonde wurde gemeinsam mit ihrem Zwilling, der Van-Allen-Sonde B, bereits 2012 in ihren Orbit befördert. Jahrelang lieferten sie der Forschung Daten über den Van-Allen-Strahlungsgürtel, welcher die Erde vor kosmischer Strahlung und Sonnenstürmen schützt. Seitdem den Sonden 2019 der Treibstoff ausging, wurde ihre Mission offiziell beendet.

So erklärt die NASA erdähnliche Planeten
1:00
«Könnte Wasser existieren»:So erklärt die NASA erdähnliche Planeten

Ursprünglich hatte die Nasa geplant, die Sonden 2034 mithilfe von Positionierung und Luftwiderstand langsam aus ihrer Umlaufbahn zu ziehen und dann in der Erdatmosphäre vollständig verglühen zu lassen. Allerdings beruhten die Berechnungen auf dem aktuellen Sonnenzyklus, der sich als wesentlich aktiver als erwartet herausstellte. Wie die Nasa in einer Mitteilung am Dienstag bekannt gab, geht sie davon aus, dass die zweite Sonde ebenfalls noch vor 2030 abstürzen werde.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen