Darum gehts
- Weltraumsonde stürzt acht Jahre zu früh in Erdatmosphäre
- Nasa plante von Anfang an eine Entsorgung der Sonde durch gezielte Verglühung
- Nasa Berechnungen waren aufgrund einer Fehleinschätzung des Sonnenzyklus nicht korrekt
Eine Weltraumsonde sorgte am Mittwoch für eine Überraschung bei der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Das 600 Kilogramm schwere Raumfahrzeug namens Van-Allen-Sonde A krachte am frühen Morgen aus seiner Umlaufbahn in die Erdatmosphäre. Wie CNN am Mittwoch berichtete, befand es sich zu diesem Zeitpunkt südlich von Mexiko über dem Pazifik.
Zunächst war unklar, ob Teile der Sonde den Wiedereintritt überstehen und zu Boden stürzen könnten. Die Wahrscheinlichkeit, dass Trümmerteile einer Person Schaden zufügen könnten, schätzte die Nasa mit 1 zu 4200 ein. Laut CNN wurden keine Augenzeugenberichte oder Verletzte gemeldet.
Zweite Sonde könnte auch abstürzen
Die Sonde wurde gemeinsam mit ihrem Zwilling, der Van-Allen-Sonde B, bereits 2012 in ihren Orbit befördert. Jahrelang lieferten sie der Forschung Daten über den Van-Allen-Strahlungsgürtel, welcher die Erde vor kosmischer Strahlung und Sonnenstürmen schützt. Seitdem den Sonden 2019 der Treibstoff ausging, wurde ihre Mission offiziell beendet.
Ursprünglich hatte die Nasa geplant, die Sonden 2034 mithilfe von Positionierung und Luftwiderstand langsam aus ihrer Umlaufbahn zu ziehen und dann in der Erdatmosphäre vollständig verglühen zu lassen. Allerdings beruhten die Berechnungen auf dem aktuellen Sonnenzyklus, der sich als wesentlich aktiver als erwartet herausstellte. Wie die Nasa in einer Mitteilung am Dienstag bekannt gab, geht sie davon aus, dass die zweite Sonde ebenfalls noch vor 2030 abstürzen werde.