Darum gehts
- Nasa ändert Artemis-Plan: Zusätzliche Mission vor bemannter Landung im Jahr 2028
- China plant Mondlandung bis 2030, Konkurrenzdruck beeinflusst Nasa-Entscheidungen
- Mission «Artemis 2» wegen technischer Probleme verschoben
Der Weg zur nächsten bemannten Mondlandung ist steiniger als erwartet: Nun krempelt die Nasa den Plan für das krisengeplagte Artemis-Programm komplett um.
Die geplante Mission «Artemis 3», mit der erstmals seit 1972 Menschen auf dem Mond spazieren sollten, wird vorgezogen. Doch statt einer Landung soll die «Orion»-Kapsel bei dieser Mission im Weltraum lediglich mit einem oder zwei Mondlandern zusammendocken.
Lander von Elon Musk und Jeff Bezos
Die Lander sollen von den privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk (54) und Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos (62) entwickelt und gebaut werden.
Die bemannte Mondlandung ist weiterhin 2028 geplant, soll aber neu mit «Artemis 4» stattfinden. Möglich sei auch ein weiterer Landeversuch mit «Artemis 5» im selben Jahr, sagte Nasa-Chef Jared Isaacman (43) bei einer Pressekonferenz.
Isaacman nannte die Konkurrenz von China und Russland als Grund für die zusätzliche Mission. Die Abstände zwischen den amerikanischen Missionen seien bisher zu gross gewesen. Dazu muss man wissen: China will bis 2030 Menschen auf den Mond bringen.
Landung in Trumps Amtszeit angestrebt
Die Eroberung des Weltalls hat insbesondere für Musk einen hohen Stellenwert. Für den Tesla-Chef ist schon seit vielen Jahren klar, dass die Menschheit langfristig nur überleben kann, wenn sie den Mars besiedelt. Die Mondlandung wäre eine Vorstufe dazu.
Auch US-Präsident Donald Trump (79) zeigte bereits in seiner ersten Amtszeit grosses Interesse an der Raumfahrt. So rief er die Space Force als eigenständige Raumfahrtabteilung der US-Streitkräfte ins Leben. Eine Mondlandung im Jahr 2028 würde noch in Trumps zweite Amtszeit fallen, die bis am 20. Januar 2029 dauert.
«Artemis 2» von technischen Problemen geplagt
Allerdings gibt es von Expertenseite erhebliche Zweifel, ob der Zeitplan einhaltbar ist. Aktuell steht die Mission «Artemis 2» in den Startlöchern. Mit dieser Mission sollen erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert wieder Menschen in die Nähe des Mondes fliegen.
Aufgrund von technischen Problemen am Raketensystem verzögert sich «Artemis 2» momentan allerdings, ein neues mögliches Startdatum gibt es noch nicht. Das Raketensystem war in den vergangenen Tagen für Reparaturarbeiten zurück in den Hangar gebracht worden.