Universität müsse sich «bessern»
Cornell-Präsident äussert sich nach Vergewaltigungsvorwürfen

Schock an der Cornell-Universität: Eine Studentin erhebt schwere Vergewaltigungsvorwürfe gegen sieben Mitglieder einer Studentenverbindung. Universitätspräsident Kotlikoff zeigt sich beunruhigt und forderte eine umfassende Untersuchung.
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Erstmals hat sich der Präsident der Cornell-Universität, Michael Kotlikoff, zu den Vergewaltigungsvorwürfen geäussert.
Foto: Wikipedia

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Studentin verklagt Cornell University wegen Vergewaltigung durch sieben Chi-Phi-Mitglieder
  • Universitätspräsident zeigt sich beunruhigt und fordert, dass sich Universität «bessern» müsse
  • Gouverneurin Hochul ordnet Prüfung durch Generalstaatsanwältin Letitia James an
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Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

Schwere Anschuldigungen einer Studentin gegen Cornell-Universität im US-Bundesstaat New York haben die Öffentlichkeit erschüttert. Die Studentin der Eliteuniversität beschuldigt sieben Männer, sie im Oktober 2024 im Haus der Studentenverbindung Chi Phi unter Einfluss von Drogen und Alkohol stundenlang vergewaltigt zu haben. In einem Gruppenchat wurde dabei zu weiterem Missbrauch aufgerufen. Im September 2026 reichte das Opfer Klage gegen die sieben Verdächtigen, die Studentenverbindung, die Uni und weitere Beteiligte ein. Die Staatsanwaltschaft hat den Fall daher neu aufgerollt.

Nun hat sich der Präsident der Cornell-Universität, Michael Kotlikoff, erstmals zu den Vorwürfen geäussert. In einer achtminütigen Videobotschaft bezeichnete er diese als «zutiefst verstörend» und versprach, die Umstände der Ermittlungen zu prüfen, berichtet der Sender BBC. «Wir müssen eine Kultur schaffen, in der sexuelle Übergriffe inakzeptabel sind», betonte Kotlikoff in der Videonachricht.

Universitätspräsident fordert «umfassendere Arbeit»

Kotlikoff erklärte weiter, dass sich die Universität «bessern» müsse. Es müsse «umfassendere Arbeit» in Hinblick auf sexuelle Übergriffe und die Sicherheit von Opfern geben, betonte der Universitätspräsident. Auch die Rolle der Studentenverbindungen im Campusleben müsse «ernsthaft untersucht» werden, fügte er hinzu.

«Die Zugehörigkeit zu einer Gruppe kann niemals die individuelle Verantwortung für unser eigenes Handeln, für den Umgang mit anderen oder dafür, sich zu Wort zu melden, wenn jemand in Gefahr ist, mindern», führte er dazu aus. Kotlikoff begrüsste zudem die Entscheidung des Gouverneurs, die strafrechtlichen Ermittlungen an die Generalstaatsanwaltschaft von New York zu übergeben.

Internet von Reaktion der Universität erschüttert

Bereits wenige Wochen nach der mutmasslichen Vergewaltigung meldete sich das Opfer bei der Campuspolizei. Zwei der sieben Beschuldigten wurden von der Uni hinausgeworfen. Die anderen wurden jedoch lediglich temporär suspendiert und mussten als Strafe Aufsätze schreiben. Weiter leitete die Uni eine Untersuchung ein, die jedoch gut ein Jahr später beendet wurde. Eine Anklage der Staatsanwaltschaft erfolgte damals nicht.

Neben den erschütterten Vorwürfen einer Gruppenvergewaltigung schlug auch der Umgang der Universität mit dem Fall hohe Wellen in den Medien als auch im Internet. Auf sozialen Netzwerken zeigen sich Userinnen und User entsetzt über die lasche Untersuchung der Universität, die mangelnden strafrechtlichen Konsequenzen und das passive Verhalten der Männer im Gruppenchat der Studentenverbindung.

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