Hier zerstören Drohnen das Verkehrsnetz auf der Krim
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Ukrainische Luftangriffe:Hier zerstören Drohnen das Verkehrsnetz auf der Krim

Nach ukrainischen Luftangriffen
Russland erklärt Ausnahmezustand auf der Krim

Seit Wochen nimmt die Ukraine die Krim aus der Luft in Beschuss. In der Nacht auf Freitag überzogen massive Drohnenangriffe mehrere russische Regionen. Nun hat der russische Krim-Gouverneur den Ausnahmezustand in der Region verhängt.
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Nach wochenlangem ukrainischem Beschuss der Krim gilt in der Region nun der Ausnahmezustand. (Bild vom 10. Juni)
Foto: IMAGO/SNA
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Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

Eskalation auf der Krim: Der russische Gouverneur Sergej Aksjonow hat aufgrund der sich verschlechternden Lage am Freitag ab 13 Uhr den Ausnahmezustand in der Region ausgerufen. Diese Massnahme folgt auf wochenlangen Beschuss durch die Ukraine. Gezielt hatte die Ukraine zuletzt Öllager, Brücken, Bahnstrecken und Strassen in den Fokus genommen, um die Benzin- und Stromversorgung einzuschränken.

Nun hat der von Russland eingesetzte Gouverneur die Reissleine gezogen. Die Massnahme solle bei der Bewältigung wirtschaftlicher Probleme helfen, schrieb er auf Telegram. «Es ist eine Entscheidung getroffen worden, Dekrete zu unterzeichnen, mit denen der Ausnahmezustand auf regionaler Ebene in der Republik Krim und der Stadt Sewastopol erklärt wird», erklärte Aksjonow am Freitag. Am Vortag hatte er auf der Plattform bereits Stromausfälle auf der Krim infolge der ukrainischen Angriffe gemeldet.

Grösster ukrainischer Drohnenangriff seit Kriegsbeginn

Ziel der Ukraine ist es, die von Russland annektierte Halbinsel Krim möglichst von der Kreml-Macht zu isolieren. In der Nacht auf Freitag wehrte Russland nach eigenen Angaben einen der wohl bisher grössten ukrainischen Drohnenangriffe seit Kriegsbeginn weitgehend ab. Das russiche Verteidigungsministerium teilte mit, dass über zwölf russischen Regionen, darunter der Krim, 660 ukrainische Drohnen abgefangen worden sein. Diese Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Der ukrainische Sicherheitsdienst (SBU) teilte am Freitag über Telegram mit, dass bei nächtlichen Angriffen in Kertsch auf der Krim zwei Militärversorgungsschiffe, eine Fracht- und Passagierfähre sowie eine Luftabwehrradarstation getroffen worden seien. Bei den Schiffen handele es sich um die «Wolga» und die «Wjatka» sowie die Fähre «Petropawlowsk». Der SBU erklärte, dass die Angriffe ein grossen Feuer ausgelöst hätten. Unabhängig überprüfen liessen sich diese Angaben zunächst nicht.

Schon seit Tagen steht es um die Infrastruktur auf der Krim schlecht: Der Strom wurde vorübergehend abgeschaltet, der Verkauf von Kraftstoff eingestellt. Bei ukrainischen Angriffen war auch Putins Prestigeprojekt, die Krim-Brücke zwischen dem Landweg und der Halbinsel, schwer getroffen worden.

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