Darum gehts
- Italiens Familienministerin Roccella verliert Ehemann bei Bootsausflug in Latium
- Ehemann (84) verschwand nach Kälteschock im Lago di Vico
- Seit Samstag Suche mit Drohnen, Tauchern und Sonartechnologie, Chancen gering
Ein Bootsausflug am Lago di Vico in der italienischen Region Latium hat für Italiens Familienministerin Eugenia Roccella (72) in einer Tragödie geendet. Ihr 84-jähriger Ehemann Luigi Cavallari sprang am Samstag von einem gemieteten Boot ins Wasser, um sich abzukühlen.
Laut der Zeitung «Corriere della Sera» tauchte er zunächst wieder auf, konnte aber nur noch sagen, dass es ihm schlecht gehe, bevor er unter der Wasseroberfläche verschwand.
Erlitt er einen «Kälteschock»?
Die Ministerin versuchte verzweifelt, ihren Mann zu retten, ohne Erfolg. Seit Samstag läuft eine grossangelegte Suche nach Cavallari, bei der Feuerwehr und Polizei mit Tauchern, Drohnen, Unterwasserrobotern und Sonartechnologie nach dem Vermissten suchen.
Experten vermuten in italienischen Medien, dass Cavallari einen Kälteschock erlitten haben könnte, da das Wasser des Sees selbst im Sommer ungewöhnlich kühl ist. Taucht man durch einen Sprung ein paar Meter in die Tiefe, verringert sich die Temperatur sofort.
«Unzertrennlich»
Zwei Tage nach dem Unglück fehlt von dem 84-Jährigen weiterhin jede Spur. Die Chancen, ihn lebend zu finden, tendieren laut italienischen Behörden gegen null.
Roccella, die erst im März ihre Goldene Hochzeit mit Cavallari gefeiert hatte, wartet in ihrem Haus in Viterbo auf Neuigkeiten. «Ich habe ihn mit achtzehn Jahren kennengelernt, und seit diesem Moment haben wir uns nie wieder getrennt», sagte Roccella einst über ihren Mann.