Darum gehts
- Militärjunta wandelt Suu Kyis Haftstrafe in Hausarrest um
- 1519 Gefangene erhalten Strafminderung, darunter 11 Ausländer
- Suu Kyi muss noch über 13 Jahre absitzen
Die Militärjunta in Myanmar entlässt Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi (80) aus dem Gefängnis in Hausarrest. Die Strafe der ehemaligen Premierministerin sei umgewandelt worden, erklärte Präsident Min Aung Hlaing (69), der 2021 durch einen Putsch an die Macht gekommen war.
Die Dauer ihrer Strafe von ehemals 27 Jahren Haft sei zudem weiter verkürzt worden, berichteten staatliche Medien, laut Tagesschau der ARD. Nach Einrechnung früherer Strafmilderungen müsse die ehemalige Spitzenpolitikerin aber noch mehr als 13 Jahre absitzen. Auch die Strafen von 1519 weiteren Gefangenen, darunter 11 Ausländern, seien anlässlich eines Feiertags um ein Sechstel verringert worden.
Ein Sprecher von Uno-Generalsekretär António Guterres (77) begrüsste die Umwandlung der Strafe als «bedeutenden Schritt». Die Uno fordert die Freilassung aller politischen Gefangenen in Myanmar.
Suu Kyi war 1991 für ihren gewaltlosen Kampf für die Demokratie in Myanmar mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. Seit Jahrzehnten war sie immer wieder inhaftiert oder stand unter Hausarrest. Nach ihrem Sieg bei der Parlamentswahl im November 2020 wurde sie im Februar 2021 vom Militär entmachtet und erneut festgenommen. Seither regiert wieder das Militär im südostasiatischen Land.