Darum gehts
- In Chihuahua starben vier Menschen bei Autounfall nach CIA-Treffen.
- Drogenlabor als «eines der grössten» von Behörden entdeckt.
- Labor acht bis neun Stunden von Schulungsort entfernt, CIA intensiviert Bemühungen.
Ein tödlicher Autounfall im Norden Mexikos rückt die Zusammenarbeit zwischen den USA und Mexiko im Kampf gegen den Drogenhandel in den Fokus. Im Bundesstaat Chihuahua kamen am Sonntag zwei US-Beamte und zwei Mexikaner ums Leben, als ihr Auto von der Strasse abkam, in eine Schlucht stürzte und explodierte.
Laut «Washington Post» arbeiteten die US-Vertreter für die CIA. Die Opfer kehrten von einem Treffen mit mexikanischen Beamten zurück, das nach einer Operation zur Zerschlagung eines geheimen Drogenlabors in einer abgelegenen Region stattfand.
Chihuahua-Generalstaatsanwalt César Jáuregui Moreno bezeichnete das Labor gegenüber der Zeitung «El Universal» als «eines der grössten, das jemals entdeckt wurde». Er erklärte, dass die Amerikaner nicht direkt an der Razzia beteiligt waren und stattdessen Schulungen etwa acht bis neun Stunden vom Einsatzort entfernt durchführten. Zuvor kam die Frage auf, ob US-Beamte auf mexikanischem Territorium operieren.
Anti-Drogen-Einheiten und Drohnen
Die CIA hat unter ihrem Direktor John Ratcliffe ihre Bemühungen im Kampf gegen den Drogenhandel intensiviert – eine Priorität der Trump-Regierung. Neben verstärktem Informationsaustausch und Trainings für mexikanische Anti-Drogen-Einheiten setzt die CIA auch unbewaffnete Drohnen ein, um Kartellführer aufzuspüren und illegale Drogenlabore zu lokalisieren.
Erst im Februar wurde in Mexiko der Drogenboss El Mencho getötet. Der Vorfall sorgte damals weltweit für Schlagzeilen, da nach dessen Tötung Unruhe auf den Strassen ausgebrochen war. An der Operation waren offenbar auch amerikanische Geheimdienste beteiligt.