Gina H. schuldunfähig?
Gutachter glaubt nicht an «schwere psychotische Störung»

Gina H., die Tatverdächtige im Mordfall von Fabian (†8) in Norddeutschland, ist wohl schuldfähig. Zu diesem Ergebnis kommt ein psychiatrisches Gutachten, das am Donnerstag im Gerichtssaal vorgelesen wurde.
1/4
Gina H. ist wohl schuldfähig (Archivbild).
Foto: Bernd Wüstneck

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Gutachten: Gina H. war trotz IQ 76 schuldfähig
  • Sie ist Ex von Fabians Vater und Hauptverdächtige
  • Fabian (†8) lag 2025 tot in einem Tümpel bei Klein Upahl
Mattia_Jutzeler_Redaktor News_Blick_1.jpg
Mattia JutzelerRedaktor News

Der Mordfall beschäftigt Deutschland nun schon seit fast einem Jahr. Im Oktober 2025 wurde die Leiche von Fabian (†8) in einem Tümpel im deutschen Klein Upahl (D) gefunden. Mittlerweile läuft der Prozess der Hauptverdächtigen Gina H. (30), die damalige Ex-Freundin von Fabians Vater. Am Donnerstag wurde im Rahmen dieser Verhandlung ein wichtiger Punkt geklärt: Ist die Hauptverdächtige überhaupt schuldfähig?

Diesbezüglich erstellte der Psychiater Peter Keiper ein Gutachten. An insgesamt fünf Tagen haben entweder er selbst oder eine Berufskollegin Gina H. im Gefängnis besucht und mit ihr gesprochen. Sein Gutachten soll laut der «Bild» drei Fragen beantworten: Liegt bei Gina H. eine psychische Krankheit vor? Hat sie die Fähigkeit, das Unrecht der Tat zu erkennen? Sind in Zukunft vergleichbare Delikte zu erwarten?

IQ von 76 festgestellt

Das Ergebnis des Gutachtens? «Es kann sicher ausgeschlossen werden, dass ihre Steuerungsfähigkeit erheblich vermindert oder gar vollkommen aufgehoben war», so der Psychiater am Donnerstag im Gerichtssaal. «Dass zum Tatzeitpunkt eine Einschränkung der Einsichtsfähigkeit vorlag, lässt sich aus meiner Sicht nicht sagen», führt der Experte weiter aus. Eine «schwere psychotische Störung» liege seiner Meinung nach nicht vor.

Dementsprechend klingt es danach, als ob Gina H. im Falle einer Verurteilung schuldfähig wäre. Auch eine Intelligenzminderung sei bei ihr nicht festgestellt worden. Zwar haben die Experten bei ihr einen «eher unterdurchschnittlich ausgeprägten» Intelligenzquotienten (IQ) von 76 festgestellt. Trotzdem sei die Hauptverdächtige «intellektuell und organisch weitestgehend gesund».

Meistgelesen