Darum gehts
- Der Mont Blanc ist seit 2023 fast zwei Meter höher
- 2026 mass er 4807,47 Meter über Meer
- Messungen sollen Klimafolgen zeigen; bisher kaum Effekt
Viele Kinder in der Schweiz stellen sich regelmässig an eine Wand, damit ein Elternteil mit einem Bleistift einen kleinen Strich über ihrem Scheitel ziehen kann. Anhand der Striche lässt sich erkennen, wie viel das Kind seit der letzten Messung gewachsen ist.
Ein ganz ähnliches Ritual gibt es auch für einige Berge. Die Gipfel der Riesen verschieben sich ständig – denn die Schnee- und Eisschichten auf ihren Spitzen sind abhängig von Wind und Wetter.
Der Mont Blanc, mit rund 4800 Metern Höhe der höchste Berg Frankreichs, ist deswegen in den letzten drei Jahren beispielsweise um fast zwei Meter gewachsen. 2023 wurde die Spitze des Berges in der Nähe der Schweizer Grenze noch auf 4805,59 Metern über Meer gemessen. 2026 korrigierte eine neue Messung die Höhe des Mont Blanc auf 4807,47 Meter. Das berichtete unter anderem die «Kronen Zeitung».
Mont Blanc wird alle zwei bis drei Jahre vermessen
«Der Gipfel des Mont Blanc ist ständig in Bewegung», so kommentierte der Chef-Vermesser des Départements Haute-Savoie, Jean des Garets, am Mittwoch die Messung. Die Höhe des Berges wird alle zwei bis drei Jahre untersucht.
Ziel dieser Messungen sei es, über einen längeren Zeitraum Daten zu sammeln, die dann ausgewertet würden. «Jede individuelle Messung hat für sich genommen keine Bedeutung.»
Mit den Messdaten wollen die Forscher etwa die Auswirkung des globalen Klimawandels auf die Alpen untersuchen. Das bisherige Fazit: Der Mont-Blanc-Gipfel verändere sich vorerst «nicht bedeutend» unter dem Einfluss der Erderwärmung. Seine aktuelle Höhe hatte der Berg beispielsweise bereits im 19. Jahrhundert.