Mit Schweizer Medi-Trick
Falscher Arzt zockt Rentnerin (87) in Deutschland ab

«Ihr Sohn hat nur noch wenige Wochen zu leben.» Mit dieser Schock-Nachricht treibt ein falscher Arzt eine 87-jährige Rentnerin in die pure Verzweiflung. Die angebliche Rettung soll ein Schweizer Wundermedikament für 135'000 Euro bringen.
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Die Seniorin wurde unter Druck gesetzt, damit sie schnell genügend Geld auftreibt. (Symbolbild)
Foto: Shutterstock

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Betrüger erbeuten Zehntausende Euro von Rentnerin (87) in Heidelberg am Freitag
  • Falscher Arzt verlangte 135'000 Euro für angebliches Schweizer Krebsmedikament
  • Täterbeschreibung: 30 Jahre alt, 1,60–1,70 m gross, blond, blaues T-Shirt
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Johannes HilligRedaktor News

Ein fieser Schockanruf raubt einer 87-jährigen Frau im deutschen Heidelberg die Ersparnisse. Betrüger tischten ihr ein tödliches Krebs-Drama um ihren Sohn auf – und kassierten Zehntausende Euro, wie das Polizeipräsidium Mannheim am Montag mitteilt.

Am Freitagmittag klingelte bei der Seniorin das Telefon. Am Apparat: Ein Mann, der sich als Arzt der Notaufnahme einer Universitätsklinik ausgab. Er tischte ihr eiskalt die Lüge auf, ihr Sohn sei mit Magenbeschwerden ins Spital eingeliefert worden. Bei einer Darmspiegelung sei Krebs festgestellt worden, die Lebenserwartung betrage nur noch wenige Wochen.

Die rettende Arznei aus der Schweiz

Die perfide Masche der Kriminellen: Einzig ein spezielles Medikament aus der Schweiz könne den Sohn noch retten. Kostenpunkt: 135'000 Euro. Weil das Mittel angeblich noch vor dem Wochenende bestellt werden müsse, setzten die Betrüger die 87-Jährige massiv unter Druck.

Obwohl die geschockte Rentnerin nicht über die volle Summe verfügte, trieb sie in ihrer Panik noch am selben Tag einen hohen fünfstelligen Betrag auf. Gegen 15.30 Uhr drückte sie eine blaue Stofftasche mit dem Bargeld vor ihrem Haus an der Berghalde im Stadtteil Boxberg einem Komplizen in die Hand. Dieser hatte sich als Versicherungsmitarbeiter ausgegeben.

Anruf beim Sohn lässt Betrug auffliegen

Erst als die Frau nach der Geldübergabe ihren Sohn anrief, flog der Betrug auf. Jetzt jagt die Kriminalpolizei Heidelberg den falschen Abholer und sucht nach Zeugen.

Der unbekannte Täter wird wie folgt beschrieben:

  • Etwa 30 Jahre alt und ungefähr 1,60 bis 1,70 Meter gross.
  • Schlanke Statur, blonde Haare und kein Bart.
  • Er trug ein blaues T-Shirt mit weissem Aufdruck.
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