Darum gehts
- Schneesturm überrascht Serbien mit Minusgraden und Verkehrsbehinderungen
- Winterfans erfreuen sich an dicker Schneeschicht in Zlatibor
- Bis zu 45 Zentimeter Schnee und Windgeschwindigkeiten von 54 km/h gemeldet
Viele Serben müssen am Freitagmorgen frieren. Denn: In Teilen des Landes herrschen Minusgrade, vielerorts fiel Schnee. Besonders betroffen waren die Bergregionen des Balkan-Landes.
So wurden aus den Gebieten im Gebirge Kopaonik Tiefsttemperaturen von -6 Grad gemeldet. Die Schneehöhe betrug dort 45 Zentimeter, hinzu kam ein stürmischer Wind mit einer Geschwindigkeit von bis zu 54 Kilometern pro Stunde. Bäume stürzten unter der Schneelast auf die Strassen.
Winterfans kommen schon früh auf ihre Kosten
Auch die südwestlich gelegene Stadt Ivanjica sah am Morgen wie gezuckert aus. Der Strassenverkehr kam zum Erliegen, Bewohner aus umliegenden Dörfern konnten ihre Häuser höchstens mit einem Geländewagen verlassen. Mehrere Dörfer waren ohne Strom, berichtete «Blic».
Winterfans kamen auch in der Kleinstadt Zlatibor auf ihre Kosten. Dort bedeckten dicke Schneeschichten den Königsplatz. Die Schneedecke war rund 29 Zentimeter dick. Auch in Kraljevo wurden die Bewohner von dem Schneesturm überrascht.
Frau Holle hat noch nicht genug
Ein Schneeräumer sagte dem TV-Sender RTS: «Der Schnee ist feucht, nass, schwer. Viele Bäume sind umgestürzt.» Er riet Autofahrern, nicht mit Sommerreifen zu fahren. Auch der Automobilverband Serbiens (AMSS) warnte.
Das Fahren in den höher gelegenen Gebieten Süd-, Südwest- und Zentralserbiens im Gebiet von Pešter, Golija, Zlatibor, Zlatar und Kopaonik sei aufgrund von Schneefall in Begleitung von Wind und Eis schwierig. Zudem sei die Sicht aufgrund von Niederschlag, nassen Strassenbelägen und niedriger Wolkendecke auf den Gebirgspässen, aber auch auf den Strassen in tiefer gelegenen Gebieten schlecht.
Der Blick auf die Prognose verrät: Frau Holle ist noch nicht fertig.
Am Freitag soll in mehreren Bezirken gut ein halber Meter Schnee fallen. Und: Am Sonntagabend erreichen neue, aus Mitteleuropa kommende, Niederschläge Serbien. Auch Slowenien, Kroatien und der Kosovo könnten dann betroffen sein.
Dieser Artikel ist zuerst auf Blic.rs erschienen.