Darum gehts
- Die Demokraten gewinnen Repräsentantenhaus und Senat, Trump akzeptiert die Ergebnisse der Wahl
- Trump will als Kommentator die Gründe für Siege und Niederlagen seiner Kandidaten analysieren
- Trump macht den Iran-Krieg und hohe Gaspreise mitverantwortlich und kritisiert Greg Abbott
Ein «blauer Tsunami» fegt über die USA. Die Demokraten erobern sowohl Repräsentantenhaus als auch Senat zurück. US-Präsident Donald Trump (80) ist einer der ersten, der sich geäussert hat – und zeigt sich kritisch gegenüber seinen eigenen Kandidaten.
«Ich bin absolut bereit, diese Ergebnisse zu akzeptieren», sagte er der «New York Times» am Dienstag. «Wir werden mit den Demokraten zusammenarbeiten. Wir freuen uns darauf, mit ihnen zu arbeiten», so Trump. Er gratulierte seinen Gegnern und räumte ein, dass sie gute Arbeit geleistet hätten.
Auch auf seiner Plattform Truth Social setzte Trump so manche Posts ab. Er kündigte eine «Analyse» seinerseits über die Wahlergebnisse an. «Ich werde mich als politischer Kommentator betätigen – im Guten wie im Schlechten – und die Gründe analysieren, warum diese Kandidaten gewonnen oder verloren haben!»
Eigenen Verbündeten angegriffen
Trump betonte auch, dass er selbst ja nicht auf dem Wahlzettel gestanden habe. Wäre das der Fall gewesen, hätten die Republikaner einen Erdrutschsieg erzielt.
Dabei attackiert Trump auch direkte Verbündete, wie den abgewählten Gouverneur von Texas, Greg Abbott: «Hätte sich Greg Abbott, der Gouverneur von Texas, in den letzten sechs Monaten seiner politischen Laufbahn nicht in ein RINO verwandelt, hätte er nicht verloren», schreibt Trump weiter. RINO steht für den Satz «Republican In Name Only».
Gegenüber Fox News führte Trump zudem aus, dass der Iran-Krieg und die hohen Gaspreise sicher auch eine Rolle beim Wahlausgang gespielt haben. «Den Leuten hat es nicht gefallen, dass sie mehr bezahlen mussten.»