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Zug wird zum Spital:Hier holt der Medizin-TGV Corona-Patienten ab

Zug wird zum Spital
Hier holt der Medizin-TGV Corona-Patienten ab

In der französischen Region Grand Est, in der auch das Elsass liegt, wütet das Coronvirus besonders stark. Es gibt rund 5500 Infizierte und über 500 Tote – die Spitäler sind voll. Nun wurden mit einem umgebauten TGV Patienten aus der überlasteten Region evakuiert.
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Am Donnerstagmorgen wurden 20 Coronavirus-Patienten mit einem speziellen TGV-Hochgeschwindigkeitszug aus den französischen Städten Mülhausen und Strassburg evakuiert.
Foto: AFP

Am Donnerstagmorgen wurden rund 20 Coronavirus-Patienten mit einem TGV-Hochgeschwindigkeitszug aus den französischen Städten Mülhausen und Strassburg evakuiert. Sie wurden in Regionen gebracht, wo es in den Spitälern noch Platz gibt.

Von aussen sieht der TGV aus wie ein normaler Zug, innen ist er aber wie ein Spital ausgestattet. An Bord befinden sich fast 200 Sauerstoffflaschen, medizinische Betten sowie Gesundheitspersonal. Darunter Pflegekräfte und Anästhesisten – insgesamt rund 50 Personen. Im TGV werden jeweils vier Patienten in einem Waggon transportiert.

Der französische Gesundheitsminister Olivier Véran (39) sagte, dass diese Mission eine Premiere in Europa sei. Nebst dem Zug kamen auch Helikopter der Armee zum Einsatz, die weitere Patienten ausflogen.

Foto: RMS

Auch Schweiz nimmt Patienten auf

Am Wochenende war zudem bekannt geworden, dass drei deutsche Bundesländer sowie die Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Jura einige schwerkranke Coronavirus-Patienten aus dem Elsass übernehmen.

Die Elsässische Politikerin Brigitte Klinkert bedankte sich via Twitter bei den hilfsbereiten Nachbarn. Man sei gerührt angesichts der Solidarität Deutschlands und der Schweiz, so Klinkert. Auch die deutschen Bundesländer Rheinland-Pfalz und das Saarland sowie der Kleinstaat Luxemburg hätten inzwischen Hilfe zugesagt.

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Region Grand-Est stark betroffen

Die ostfranzösische Region Grand Est ist einer der Brennpunkte der Coronavirus-Pandemie. Nach Angaben der regionalen Gesundheitsbehörden gab es dort bis Mittwoch 3068 Patienten in den Spitälern, davon lagen 651 auf Intensivstationen.

Einer der Gründe für die rasante Ausbreitung in diesem Gebiet, ist ein mehrtägiger Gottesdienst einer Freikirche in Mülhausen mit rund 2000 Besuchern. Dieser fand Ende Februar statt. Mindestens 16 Schweizer hatten sich dort ebenfalls angesteckt. Darunter ein Mann (†54) aus dem Kanton Basel-Landschaft, der inzwischen an den Folgen des Virus verstorben ist. (bra)

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