Darum gehts
- AfD gewinnt Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern
- CDU zittert um den Einzug in den Landtag
- In Berlin holt sich die Linke den Sieg
Lange stand die AfD in Mecklenburg-Vorpommern in Umfragen an der Spitze. Doch drei Tage vor der Landtagswahl verlor Partei an Zustimmung. Erstmals befand sich die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (52) in einer ZDF-Umfrage vor der AfD. 37 Prozent würden sich für die Sozialdemokraten entscheiden, 36 Prozent für die Partei ihres AfD-Herausforderers Leif-Erik Holm (56).
Der Vorsprung ist allerdings hauchdünn und liegt innerhalb der statistischen Fehlertoleranz. Am Sonntag dürfte nach Wahlschluss um 18 Uhr daher ein Kopf-an-Kopf-Rennen zu erwarten sein. 79 Prozent der Befragten sagen zwar, sie wüssten bereits, wen sie wählen wollen. 21 Prozent sind noch unentschieden – genug, um das Rennen auf den letzten Metern zu drehen.
So ist die Ausgangslage
Für Schwesig geht es um ihre politische Zukunft. Gewinnt die SPD, kann sie auf eine weitere Amtszeit hoffen. Wird die AfD stärkste Kraft, wäre das ein politisches Beben im Nordosten.
Ein einfaches Weiterregieren dürfte es aber in keinem Fall werden. SPD und Linke kommen laut Umfrage zusammen nur auf 46 Prozent, die bisherige Mehrheit im Landtag wäre damit weg. Möglich wären rechnerisch etwa ein Bündnis aus SPD, Linken und Grünen oder eine Dreierkoalition aus SPD, CDU und Grünen.
Wahlen auch in Berlin
Besonders bitter droht der Wahlabend für die CDU zu werden. Sie kommt nur noch auf 6 Prozent und muss um den Einzug in den Landtag zittern.
Parallel dazu wählen die Menschen in Berlin ein neues Abgeordnetenhaus. Dort lag die Linke mit 22 Prozent in den letzten Wahlumfragen vorn. Bei der letzten Wahl hatte die CDU deutlich vor SPD, Grünen und der Linken gewonnen.
Der Blick richtet sich am Sonntag aber vor allem nach Schwerin: In Mecklenburg-Vorpommern entscheidet sich, ob die AfD in einem weiteren Bundesland als Siegerin vom Platz geht.