Darum gehts
- Barbera Thornhills Ernennung löste auf X wegen ihres Gesichts Millionen Aufrufe und Kommentare aus
- Auch Susan Dell und Kelly Loeffler wurden nach Auftritten im Netz wegen Gesicht und Hals kommentiert
- User spekulierten über Aliens, KI oder Schönheitschirurgie; andere kritisierten Bodyshaming an Frauen
Ein simples Foto sorgt für Wirbel: Callista Gingrich (60), die US-Botschafterin in Bern, hat es am Donnerstagabend auf X veröffentlicht. Vier Millionen Aufrufe und über 6000 Kommentare innert weniger Stunden. Der Grund: Es zeigt Barbera Thornhill (78), die von der Trump-Regierung soeben zur Botschafterin des «Office to Monitor and Combat Trafficking in Persons» ernannt wurde. Berühmt wurde sie aber nicht deswegen, sondern wegen ihres ungewöhnlichen Gesichts. In einem wenige Tage alten Video sieht man zudem, dass sie nur mit einem Auge blinzelt.
Dass Thornhill viral geht, liegt auch daran, dass es bereits der dritte derartige «Auftritt» innert weniger Wochen ist. Anfang Oktober wurde Susan Dell (62) von Donald Trump ins Oval Office eingeladen, nachdem sie und ihr Mann, der Gründer der Computerfirma Dell, eine Spende von sechs Milliarden Dollar für ein vom Präsidenten geschaffenes Programm zur Unterstützung der Jugend zugesagt hatten.
Sie sind unter uns
Auch hier konzentrierten sich die Kommentare auf ihr Gesicht. Danach tauchte ein weiteres Video auf: Es zeigt Kelly Loeffler (55), die seit Februar 2025 die Small Business Administration leitet. Auf Tiktok zog ihr langer Hals die Aufmerksamkeit auf sich.
Für viele User ist klar: «Trump versucht nicht einmal mehr, die Ausserirdischen zu verstecken!» Zu Barbera Thornhill liest man etwa: «Wenn ich es wäre, würde ich versuchen, in meiner ersten Woche als Mensch weniger aufzufallen.» Oder auch: «Wir leben verdammt noch mal in einem echten ‹Men in Black›-Film.» Die einen fragen sich, ob die Fotos KI-generiert oder eine Parodie sind, die anderen amüsieren sich mit Bildmontagen, die nahelegen, Thornhill sei ein Alien.
Als zusätzliches Futter erinnern mehrere daran, dass Donald Trump erst im Frühling dieses Jahres angeordnet habe, «Regierungsakten zu ausserirdischem Leben, nicht identifizierten Luftphänomenen und unidentifizierten Flugobjekten sowie sämtliche weiteren Informationen zu diesen hochkomplexen, aber äusserst interessanten und wichtigen Themen zu identifizieren und freizugeben».
«Es nützt nur den Mächtigen»
Eine andere, rationalere Erklärung wird ebenfalls ins Feld geführt: das Phänomen, das inzwischen «Mar-a-Lago-Face» genannt wird, also die Ähnlichkeit der Gesichtszüge vieler Frauen aus Trumps Umfeld und die Operationen, um sich diesen anzunähern. Manche davon führen, weil sie bis ins höhere Alter wiederholt werden, zu besonderen Ergebnissen.
Obwohl diese drei Frauen mit Donald Trump zusammenarbeiten oder mit ihm verkehren – er ist nicht gerade als glühender Feminist bekannt –, haben sich Stimmen zu ihrer Verteidigung erhoben. Am Donnerstag zitierte das Promimagazin «Paris Match» Caroline Gleich (40), eine US-amerikanische Skifahrerin und Umweltschützerin. «Sich über den Körper einer Frau lustig zu machen, nützt nur den Mächtigen. Jede Minute, die wir damit verbringen, eine andere Frau zu zerpflücken, ist eine Minute, in der wir den Männern nicht auf die Finger schauen, die es auf unser Portemonnaie abgesehen haben», sagte sie in einem Instagram-Post.