Dior, Chanel, Gucci – die Luxusläden in Mailand haben aus Angst vor den Protesten ihre Türen am Montag früher als geplant geschlossen. Dies bot ein ungewöhnliches Bild: Nach zwei Nächten von Protesten und Plünderungen haben die meisten Geschäfte ihre Waren aus den Schaufenstern entfernt!
Am Montag ergab sich dadurch ein kurioses Bild. Die Läden in der Via Montenapoleone waren mit Holzbalken verbarrikadiert oder hinter heruntergelassenen Rollos verborgen. Die Regale waren leer. Zwei Polizeiwagen standen am Anfang und Ende der Strasse.
Schliessen die Geschäfte am Dienstag wieder früher?
Uniformierte und zivile Beamte patrouillierten und identifizierten Personen. Zahlreiche Anwohner, Touristen und Schaulustige gingen vorbei und fotografierten die ungewöhnlichen Szenen.
Ob die Geschäfte am Dienstag wieder früher schliessen, ist noch unklar. Klar ist: Die Angst in Mailand vor weiteren Ausschreitungen ist gross und die Lage angespannt.
500 Soldaten eingesetzt
Vor allem vor dem nächsten Wochenende fürchtet sich die Stadt. Der italienische Aussenminister Antonio Tajani erklärte, dass die Regierung bei Eskalationen «sehr entschieden» reagieren würde. «500 Soldaten werden eingesetzt, die auch über polizeiliche Befugnisse verfügen und zur Gewährleistung der Sicherheit sowie zu verstärkten Präventionsmassnahmen beitragen werden.»