Darum gehts
- Schweizer Familie gerät am Ätna in Schneesturm, wird Montagabend gerettet
- Vierjährige Tochter zeigte Unterkühlung, Rettungskräfte mussten Auto zurücklassen
- Ätna verzeichnet über 150 cm Neuschnee seit Sonntag durch Zyklon Harry
Die Ferien in Sizilien wäre für eine dreiköpfige Familie aus der Schweiz beinahe in einer Tragödie geendet. Auf der Autofahrt zu einer Schutzhütte am Vulkan Ätna gerieten die Touristen am Montagabend in einen heftigen Schneesturm. Ihr Auto wurde eingeschneit – die Eltern und ihre Tochter waren gefangen.
Nachdem die Familie nicht ihr Hotel zurückkehrte, alarmierte der Besitzer um 19.30 Uhr die Rettungskräfte in der Stadt Nicolosio. Das berichtet die italienische Tageszeitung «Il Fatto Quotidiano». Die Rettungskräfte fanden die Familie mehrere Stunden später und konnten sie aus dem eiskalten Auto befreien.
Anzeichen von Unterkühlung
Die Strasse auf den Ätna war gut anderthalb Meter tief verschneit. Die Rettungskräfte waren gezwungen, ihr Auto zurückzulassen und die Familie zu Fuss zu erreichen. Alle drei Schweizer, inklusive der vierjährigen Tochter, zeigten bereits Anzeichen von Unterkühlung und waren in Panik, heisst es im Bericht der Tageszeitung weiter.
Die Schweizer Familie wurde mit trockener Kleidung und Decken ausgestattet und in ihr Hotel zurückgebracht. Die Rettungsaktion konnte um 23 Uhr beendet werden.
Rekordschnee am Ätna
Der Zyklon Harry sorgt im Süden Italiens aktuell für Rekordmengen an Schnee. Laut dem Nachrichtenportal «Newsroom 24» handelt es sich um eine der heftigsten Winterwellen der letzten 20 Jahre. Am Ätna hat es seit dem Sonntag mehr als 150 Zentimeter Neuschnee gegeben. Das Thermometer hält sich konstant unter null Grad – sehr ungewöhnlich für Süditalien. Die Schneestürme haben mehrere Regionen am Vulkan von der Aussenwelt abgeschnitten.