«Rassistischer Terror»
Macron verurteilt tödliche Schüsse in Paris

Ein 39-Jähriger feuert in der Nähe von Paris aus einem fahrenden Auto auf Menschen. Eine Person stirbt, vier weitere werden verletzt, darunter ein Mädchen (12). Die Regierung spricht von Terror.
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Staatspräsident Emmanuel Macron bezeichnete die Tat als «rassistischen Terror».
Foto: Hannah McKay/Reuters Pool Photo via AP
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Natalie ZumkellerRedaktorin News

Die Schüsse fallen am Freitagmorgen gegen 10.30 Uhr. Der Tatort: Das Département Yvelines westlich von Paris. Ein 39-jähriger Mann zielt aus seinem Auto heraus wahllos auf Passanten.

Er feuert auf eine Tankstelle, ein medizinisches Zentrum und einen Kindergarten. Auch ein Spielplatz wird laut «Le Monde» zum Ziel. Danach flüchtet der Täter in die Nachbargemeinde Coignières. Dort kann die Polizei ihn festnehmen.

Versuchtes «Blutbad»

Ali Rabeh, Bürgermeister von Trappes, spricht gegenüber dem Sender BFMTV von einem versuchten «Blutbad». Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez wird am Nachmittag deutlich: «Die Ermittlungen laufen noch, aber es handelt sich eindeutig um ein terroristisches Verbrechen.»

Auch der französische Präsident Emmanuel Macron findet für das Geschehene klare Worte. «Das, was heute geschehen ist, stellt einen Wendepunkt im Leben unserer Republik und unserer Nation dar», erklärte er bei einem Besuch in Trappes. Er nennt die Tat einen «rassistischen Terroranschlag».

Die Behörden ermitteln wegen Mordes im Zusammenhang mit einer terroristischen Vereinigung und prüfen rassistische Motive. Das Haus des Festgenommenen wurde bereits durchsucht. Zuvor war der Schütze bei der Polizei nicht aktenkundig.

Mädchen kämpft um ihr Leben

Das angeschossene Mädchen ringt derzeit um ihr Überleben – sie soll rund achtmal von Kugeln getroffen worden sein. ««Sie hat Verletzungen an Leber, Niere, Armen und Oberschenkeln. Ihre Beine werden verformt sein», erklärt ihre Mutter gegenüber dem französischen Sender RTL.

Die Tat macht sie fassungslos. «Wie kann jemand so etwas einem Kind antun?», fragt sie sich. «Ihr Zustand ist ernst. Sie braucht eine Operation. Sie hat acht Schusswunden. Können Sie sich vorstellen, wie das für ein zwölfjähriges Kind ist? Es ist so traurig … Sie hat nichts getan, um das zu verdienen.»

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