Robert Fico (59) der Regierungschef der Slowakei, ist am Mittwoch in Handlova angeschossen worden. Gemäss «Aktuality» passierte die Attacke nach einer Kabinettssitzung.
«Ich habe drei oder vier Schüsse gehört», erzählt ein Journalist vor Ort der Zeitung. Einer der Schüsse soll die Brust getroffen haben. Danach soll Fico ins Spital gebracht worden sein. «Ich habe ein paar Schüsse gehört, ich kann nicht sagen, wie viele. Ich rannte zum Fenster. Ich sah einen Mann am Boden liegen, umgeben von Polizisten. Dann sah ich, wie Robert Fico von Sicherheitsleuten in eine Regierungslimousine gebracht wurde», erzählt ein weiterer Augenzeuge.
Vor Ort waren auch mehrere Minister, diese seien aber unverletzt geblieben. Der Schütze wurde der Zeitung zufolge nach der Schussabgabe festgenommen.
Generalstaatsanwalt Maroš Žilinka verurteilte den Angriff scharf und betonte: «Es ist eine Manifestation des Hasses.» Michal Šimečka, Vorsitzender der Progressiven, bleibt derweil positiv: «Wir glauben, dass es Premierminister Fico gut gehen wird, und dass diese schreckliche Tat so schnell wie möglich aufgeklärt wird.»
Fico hatte vor wenigen Tagen der liberalen Opposition vorgeworfen, ein Klima der Feindschaft gegen die Regierung zu schaffen. Es sei nicht auszuschliessen, dass es in einem solchen Klima irgendwann zu einer Gewalttat komme.