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Kurz vor Absturz:Das sind die letzten Aufnahmen von Raisi

Abschlussbericht zeigt
Helikopter-Absturz von Iran-Präsident war kein Attentat

Der iranische Präsident Ebrahim Raisi (†63) war an Bord eines verunglückten Helikopters. Blick informiert im Liveticker über die aktuellen Entwicklungen.
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Ebrahim Raisi war an Bord eines verunglückten Helikopters.
Foto: imago/ZUMA Wire

Wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim am Sonntag berichtet, soll der iranische Präsident Ebrahim Raisi (63) an Bord eines Helikopters gewesen sein, der am Nachmittag Schweizer Zeit in Ost-Aserbaidschan verunglückte. In den sozialen Medien wurde gemutmasst, dass sowohl Präsident Raisi als auch Aussenminister Hossein Amirabdollahian (60) etwas zugestossen sei. Irans Regierung warnte jedoch vor unbestätigten Informationen.

Die iranische Nachrichtenagentur Mehr berichtete wenig später, dass Raisi und die anderen Insassen den Vorfall offenbar unbeschadet überlebt hatten. Der Präsident reise nun auf dem Landweg weiter, schrieb Mehr weiter. Wenig später wurde diese Meldung aber kommentarlos abgeändert. Der Zustand des iranischen Staatschefs bleibt unklar.

Retter des Roten Halbmonds versuchen, den Helikopter zu bergen. 40 Rettungsteam machten sich bei dichtem Nebel auf die Suche. Die Retter suchten demnach mit Spürhunden und Drohnen.

Ein Sprecher des Präsidenten sagte der Nachrichtenagentur ISNA: «Für den Präsidenten besteht keine Möglichkeit zur Luftrettung aufgrund des schlechten Wetters. Bisher haben die in das Gebiet entsandten Teams keine Spuren gefunden. Die Suche geht weiter.»

Im iranischen Staats-TV war die Rede davon, dass der Helikopter eine «harte Landung» gemacht habe. «Es gab Kontakte mit Begleitern [des Präsidenten], aber da die Gegend bergig ist und es schwierig ist, Kontakte herzustellen, hoffen wir, dass die Rettungsteams den Ort des Vorfalls früher erreichen und uns weitere Informationen geben», erklärte Innenminister Ahmad Wahidi im Staatsfernsehen.

Stürzte Helikopter in Wald?

Nach einem Treffen Raisis mit dem aserbaidschanischen Machthaber Ilham Alijew (62) waren mehrere Mitglieder der iranischen Delegation in einem Helikopter-Verbund zurückgeflogen. Zwei Helikopter erreichten ohne nennenswerte Vorkommnisse ihr Ziel, einer – mit Raisi an Bord – scheint verunglückt zu sein.

Mit Raisi reisten neben Amirabdollahian auch der Gouverneur der iranischen Provinz Ost-Aserbaidschan und der Freitagsprediger aus der Provinzhauptstadt Tabris, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur IRNA. Das Wetter sei neblig und es regne stark, hiess es. Laut IRNA soll das Absturzgebiet ein «Wald» zwischen Dscholfa und Varzaqan sein.

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Nach Tod von Ebrahim Raisi:Iranisches Staatsfernsehen berichtet von Absturzstelle

Einflussreicher Politiker

Irans Luftwaffe gilt als stark veraltet, ihre Modernisierung kommt angesichts scharfer internationaler Sanktionen kaum voran. Viele der Flugzeuge und Helikopter stammen noch aus der Zeit vor der Islamischen Revolution von 1979 als das Land enge Beziehungen zu den USA unterhielt.

Raisi wurde im August 2021 als neuer Präsident des Irans vereidigt. Der 63 Jahre alte, erzkonservative Kleriker wurde damit offiziell der Nachfolger von Hassan Ruhani (75), der nach zwei Amtsperioden nicht mehr antreten durfte. Als Spitzenkandidat der politischen Hardliner sowie Wunschkandidat und Protegé des obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei (85) hatte Raisi die Präsidentenwahl im Juni mit knapp 62 Prozent der Stimmen gewonnen.

Der 1960 in Maschad im Nordosten des Iran geborene Raisi gilt innerhalb des islamischen Systems als sehr einflussreich. Er pflegt auch ein enges Verhältnis zum obersten Führer Chamenei. Raisi war über drei Jahrzehnte in der Justizbehörde tätig, 2019 wurde er zum Justizchef ernannt. Ihm wird nachgesagt, dass er in seiner früheren Funktion als Staatsanwalt für zahlreiche Verhaftungen und Hinrichtungen politischer Dissidenten verantwortlich gewesen sei. Laut Verfassung ist Raisi nur die Nummer zwei im Land, weil Chamenei das eigentliche Staatsoberhaupt ist und auch das letzte Wort in allen strategischen Belangen hat.

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Keine Überlebenden bei Helikopter-Absturz:Iranischer Präsident Ebrahim Raisi ist tot
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