«Lage ist heikel»
Acht Tote bei drei Lawinenabgängen in Österreich

Insgesamt acht Menschen sind am Samstag bei drei Lawinen in Österreich ums Leben gekommen. Experten warnen vor heikler Lawinenlage nach Neuschneefällen. Die Opfer stammen laut der Polizei aus Österreich und Tschechien.
Lawinenabgang auf der Schmugglerscharte in Bad Hofgastein. In Österreich sind insgesamt acht Menschen bei drei Lawinenabgängen gestorben.
Foto: dpa
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

In Österreich sind bei drei Lawinenabgängen insgesamt acht Menschen ums Leben gekommen. Das teilten Bergrettung und die Polizei mit. Alle Unglücke ereigneten sich bei Skitouren im freien Skiraum. Die Opfer stammen aus Österreich und Tschechien.

Am Nachmittag ging den Angaben zufolge eine Lawine am 2150 Meter hohen Finsterkopf im Grossarltal im Bundesland Salzburg nieder. Sieben Skitourengeher seien dabei verschüttet worden. Vier Mitglieder der Gruppe konnten laut Bergrettung nur noch tot geborgen werden. Die anderen wurden teils schwer verletzt.

Mehrere Lawinen in kurzer Zeit

Kurz zuvor war eine Frau, die zusammen mit ihrem Ehemann unterwegs war, im Raum Bad Hofgastein von einer Lawine erfasst worden. Auch sie starb unter den Schneemassen. In beiden Fällen sind Herkunft und Alter der Toten und Verletzten noch unklar.

In der Gemeinde Pusterwald in der Steiermark kam es laut Polizei am späten Nachmittag zu einem weiteren Lawinenunglück. Sieben tschechische Skitourengeher waren in dem Gelände unterwegs, als sich eine Lawine löste. Drei von ihnen seien von der Lawine verschüttet worden, so die Polizei. Für sie kam jede Hilfe zu spät. Die vier Begleiter, die nicht erfasst worden waren, seien von den Einsatzkräften aus dem alpinen Gelände gebracht und notfallmedizinisch erstversorgt worden.

Grossaufgebot im Einsatz

«Die Lawinenlage ist heikel», sagte die Sprecherin der Bergrettung weiter. Alt- und Neuschnee seien schlecht miteinander verbunden, sodass sich immer wieder Lawinen lösten. «Diese Tragödie zeigt schmerzhaft, wie ernst die aktuelle Lawinenlage ist», sagte der Bezirksleiter der Bergrettung Pongau, Gerhard Kremser.

Bei den drei Unglücken war ein Grossaufgebot an Rettern im Einsatz. Insgesamt mehr als 200 Helfer und Bergretter haben den Angaben nach geholfen, die Toten zu bergen und die Verletzten in Krankenhäuser zu fliegen.

Nach mehreren Wochen ohne Schneefällen waren in den österreichischen Alpen jüngst regional rund 20 bis 50 Zentimeter Schnee gefallen. Zuletzt wurden ein junger Tscheche und ein Mann noch unbekannter Identität bei zwei Lawinenunglücken im freien Skiraum getötet. Die Behörden appellieren immer wieder an die Skitourengeher, äusserst vorsichtig zu sein.

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