Hier wird der Arzt weggewiesen
0:36
Er wollte Renee G. helfen:Hier wird der Arzt weggewiesen

Kurz nach tödlichen Schüssen
US-Bundesbeamte schiessen erneut auf Fahrzeug-Insassen

In Portland schossen US-Grenzschutzbeamte bei einer Fahrzeugkontrolle auf zwei Personen aus Venezuela. Der Vorfall kommt kurz nach den tödlichen Schüssen auf eine 37-jährige Mutter in Minneapolis.
Kommentieren
1/5
Auch in Portland eröffneten Bundesbeamte das Feuer auf ein Auto.
Foto: AP

Darum gehts

  • Schüsse in Portland: Zwei Venezolaner nach Fahrzeugkontrolle durch Grenzschutz verletzt
  • Verletzte haben laut Heimatschutzministerium Verbindungen zur Gang Tren de Aragua
  • Renee G. (†37) wurde am 7. Januar 2026 in Minneapolis in ihrem Auto erschossen
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.

Nur ein Tag nach den tödlichen Schüssen auf Renee G. (†37) in Minneapolis kam es in Portland zu einem ähnlichen Vorfall. Ein Mann und eine Frau aus Venezuela wurden von Beamten der Grenzschutzbehörde bei einer Fahrzeugkontrolle angeschossen.

Die Person am Steuer habe versucht, die Beamten zu überfahren, hiess es in einem Beitrag auf der Plattform X. Einer der Beamten habe aus Selbstverteidigung einen Schuss abgegeben, während das Fahrzeug wegfuhr.

Verletzte sollen Gangmitglieder sein

Nach Angaben der Polizei von Portland erlitten die zwei Insassen des Wagens Schussverletzungen. Der Mann und die Frau sollen Verbindungen zur venezolanischen Gang Tren de Aragua haben, sagte das US-Heimatschutzministerium. 

Portlands Bürgermeister Keith Wilson (63) hinterfragte die Darstellung des Heimatschutzministeriums. Die Zeiten, in denen man Angaben von Bundesbehörden für bare Münze nehmen konnte, seien vorbei, sagte er. Der Bürgermeister forderte, alle ICE-Aktivitäten in der Stadt bis zu einer Aufklärung des Vorfalls zu stoppen.

In Portland kam es nach dem Vorfall wie auch in Minneapolis zu Protesten gegen die gewaltsame Abschiebepolitik der Regierung von US-Präsident Donald Trump (79). Die Vorfälle drohen die politische Spaltung in den USA noch zu verschärfen.

Trump und Vance machen Linke verantwortlich

Am Mittwoch hatte ein ICE-Beamter die dreifache Mutter G. angeblich in Notwehr erschossen. Doch Bilder zeigen, dass die Frau mit ihrem Auto nicht auf den Beamten zusteuerte, sondern abbog, als dieser das Feuer eröffnete.

US-Präsident Trump und sein Vize JD Vance (41) machten die «radikale Linke» für den Vorfall verantwortlich. Für Vance ist G.s Tod «eine Tragödie, die sie selbst verursacht hat». 

Minneapolis' demokratischer Bürgermeister Jacob Frey (44) bezeichnete die Darstellung des Heimatschutzministeriums hingegen als «Bullshit». Er rief ICE auf, die Stadt zu verlassen: «Wir wollen euch hier nicht. Ihr kommt hierhin, um für Sicherheit zu sorgen, und macht genau das Gegenteil.»

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen