Tragisches Ende einer Liebe
60 Jahre unzertrennlich – dann sterben sie in 60 Stunden

Mehr als 60 Jahre zusammen, nun nur 60 Stunden nacheinander gegangen: Die polnischen Künstler Elzbieta und Lech Ledecki sind im Alter von 77 und 78 Jahren gestorben.
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Die Kunstszene in Czestochowa trauert um Elzbieta und Lech Ledecki.
Foto: facebook

Darum gehts

  • Elzbieta und Lech Ledecki starben mit 77 und 78 Jahren im Abstand von rund 60 Stunden in Polen
  • Lech starb nach Elzbietas Einlieferung an Lungenentzündung, sie später an einer Nierenerkrankung
  • Das Paar prägte die Kunstszene in Czestochowa und engagierte sich lange für das örtliche Hospiz
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Pauline BouillonRedaktorin News Desk

Elzbieta (†77) und Lech Ledecki (†78) waren über 60 Jahre lang ein Paar. Sie lebten und arbeiteten zusammen, prägten im polnischen Czestochowa die Kunstszene. Nun sind beide fast zur gleichen Zeit gestorben: Lech am Dienstag, dem 20. Oktober, und Elzbieta am Freitag, dem 23. Oktober.

«Es war ein tragischer Zufall. Ihr Tod ist symbolisch», sagt Tadeusz Piersiak, Journalist und Freund der Familie, im Gespräch mit der polnischen Zeitung «Fakt».

Gemeinsam bis am Ende

Das Paar erholte sich vergangene Woche in einem Sanatorium in Wieniec-Zdroj. Dann der Schock: Elzbieta musste per Notfall ins Spital eingeliefert werden. Kurz darauf erlag ihr Mann Lech völlig überraschend einer Lungenentzündung.

Im Spital sahen sich die beiden noch ein letztes Mal. Elzbieta erfuhr nichts mehr vom Verlust ihres Mannes. Sie starb rund 60 Stunden später an den Folgen eines Nierenleidens.

«Sie waren wie ein Organismus. Sie funktionierten zusammen. Sie waren gute, freundliche Menschen», so Piersiak weiter.

Ein Leben für die Kunst

Die Ledeckis galten als unzertrennlich. Gemeinsam malten und gestalteten sie, stellten im In- und Ausland aus und engagierten sich stark für das örtliche Hospiz.

«Sie waren eine Einheit und unterstützten sich gegenseitig», würdigt Krzysztof Kamil Malewicz vom Künstlerverband das Paar.

Besonders berührend: Kurz vor der Abreise ins Sanatorium gaben die beiden noch ein Buch über ihr Lebenswerk in Druck. Sie scherzten damals, es sei ihr Abschied und ein Geschenk für den Enkel.

Die Kunstszene in Czestochowa trauert. In einem Nachruf heisst es: «Es ist ein unwiederbringlicher Verlust.» Die Beerdigung findet nach dem 1. November statt.

Dieser Artikel erschien zuerst auf fakt.pl. Das polnische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier.

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