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Ausschreitungen in Marseille:Passanten flüchten vor Tränengas-Wolke

Nahel M. (†17) erschossen
Polizist bleibt nach Todesschuss in U-Haft

Nach dem Tod von Nahel M.* (†17) sind in Frankreich die schlimmsten Krawalle seit Jahren ausgebrochen. Blick informiert laufend im Liveticker.

Angesichts der gewaltsamen Ausschreitungen in Frankreich sollen im ganzen Land Busse und Strassenbahnen abends nicht mehr fahren. Innenminister Gérald Darmanin (40) habe die Präfekten in den Regionen angewiesen, ab 21 Uhr den Verkehr dieser Transportmittel einzustellen, teilte das Innenministerium am Freitag in Paris mit. Auch der Verkauf von Feuerwerkskörpern, von Benzinkanistern sowie entzündlichen und chemischen Produkten solle systematisch unterbunden werden.

In der Nacht zum Freitag hatten es die dritte Nacht in Folge in mehreren Städten Frankreichs gewaltsame Ausschreitungen gegeben. Dabei wurden Geschäfte geplündert, Gebäude verwüstet und Feuer gelegt. 875 Menschen wurden festgenommen.

Die Proteste entzündeten sich am Tod des 17-jährigen Nahel M.. Der Jugendliche war am Dienstag bei einer Verkehrskontrolle in der Pariser Vorstadt Nanterre von einem Polizisten erschossen worden. In einem Video war zu sehen, wie der Polizist mit seiner Waffe auf den Fahrer zielt und aus nächster Nähe schiesst, als das Auto plötzlich beschleunigt. (AFP)

*Name bekannt

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