Darum gehts
- Kim Jong Un wiegt laut Südkoreas Geheimdienst über 140 Kilogramm
- Trotz Übergewicht und starker Rauchgewohnheiten hat Kim keine akuten Gesundheitsprobleme
- 40 Prozent der Nordkoreaner leiden laut einem Uno-Bericht an Mangelernährung
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un (42) soll laut dem südkoreanischen Geheimdienst mehr als 140 Kilogramm wiegen. Er gilt als «extrem fettleibig». Sein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist hoch, meldet die Nachrichtenagentur AFP.
Akute gesundheitliche Probleme seien derzeit allerdings nicht erkennbar. Kim könne sich weiterhin körperlich betätigen und etwa Treppen hinauflaufen, erklärte der südkoreanische Abgeordnete Youn Kun-young (57) unter Berufung auf die Geheimdienste.
Kims Übergewicht-Risiken
Kim ist seit Jahren für sein Übergewicht und seinen starken Tabakkonsum bekannt. Sein Gesundheitszustand wird international genau beobachtet – auch wegen der Frage, wer im Falle eines plötzlichen Todes die Führung des atomar bewaffneten Nordkoreas übernehmen könnte.
Bereits 2020 hatte Kim mit einer wochenlangen Abwesenheit Spekulationen über seinen Gesundheitszustand ausgelöst. Sein Vater Kim Jong Il und sein Grossvater Kim Il Sung waren ebenfalls starke Raucher. Beide starben an einem Herzinfarkt.
2021 nahm Kim auffallend viel ab, legte danach aber wieder zu. Laut der britischen «Sun» war Kim letztes Jahr scharf auf die Abnehmspritze aus dem Ausland – wollte diese aber angeblich erst an Zivilisten testen.
Emmentaler-Sucht?
Kim gilt als Liebhaber von Luxusessen. Der australische Koch Paul Smart, der bei seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump (80) 2019 in Hanoi mit Kims Küchenpersonal arbeitete, berichtet von einer Vorliebe für Kaviar, Hummer, Gänseleber und andere teure Spezialitäten. Sein Steak esse Kim sehr roh. Aus Sicherheitsgründen musste sowohl das amerikanische als auch das nordkoreanische Küchenteam die Speisen vorkosten, berichtet das Portal SBS.
Dazu kommt Kims Liebe zu Schweizer Käse: Während seiner Schulzeit in der Schweiz kam er auf den Geschmack von Emmentaler. Nordkoreanische Überläufer berichten, dass der Diktator den Klassiker kiloweise importieren lässt.
Was isst man in Nordkorea?
Der Speiseplan der nordkoreanischen Bevölkerung unterscheidet sich deutlich von Kims Luxusmenü. Reis, Mais, Kartoffeln, Gemüse und Teigwaren gehören zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln. In den Küstenregionen spielen zudem Fisch und Meeresfrüchte eine grössere Rolle.
Gleichzeitig leidet die Bevölkerung. Laut einem Uno-Bericht zeigt fast die Hälfte aller Nordkoreaner Mangelerscheinungen – im Land herrscht Hunger. Die Mangelernährung sorgt bei vielen Kindern für Wachstums- und Entwicklungsstörungen.
Nordkoreanisches Fast Food
Auch in Nordkorea gibt es Fast Food – zumindest in der Hauptstadt Pjöngjang: Dort stehen Burger, Pizza und frittierte Snacks auf den Speisekarten. McDonalds oder KFC gibt es nicht. Lokale Restaurants wie das «Samtaesong» verkaufen stattdessen eigene Burger. Für die meisten Nordkoreaner bleibt das allerdings unbezahlbarer Luxus.