«Negative Sicherheitslage»
Kim besucht Anlage für atomgetriebene U-Boote

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat Staatsmedien zufolge eine Produktionsanlage für U-Boote mit Atomantrieb besucht. Dabei habe er den Teststart «neuartiger» Flugabwehrraketen überwacht.
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In this undated photo provided Thursday, Dec. 25, 2025, by the North Korean government, its leader Kim Jong Un, third left, visits a shipyard as he inspects a nuclear-powered submarine under construction at an undisclosed location in North Korea. Independent journalists were not given access to cover the event depicted in this image distributed by the North Korean government. The content of this image is as provided and cannot be independently verified. Korean language watermark on image as provided by source reads: "KCNA" which is the abbreviation for Korean Central News Agency. (Korean Central News Agency/Korea News Service via AP)
Foto: ���N�ʐM��; 朝鮮通信社
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Während seines Besuchs habe Kim Bemühungen Südkoreas kritisiert, gemeinsam mit dem Verbündeten USA eigene atomgetriebene U-Boote zu entwickeln, berichtete die staatliche nordkoranische Nachrichtenagentur KCNA am Donnerstag. Kim sprach demnach von einer «Bedrohung, der begegnet werden muss».

KCNA zufolge besuchte Kim die Fabrik am Mittwoch. Dabei habe er von der derzeitigen «negativen Sicherheitslage» gesprochen. Sie mache es zu einer «dringenden Aufgabe und unverzichtbaren Option», die «Nuklearbewaffnung der Seestreitkräfte» schneller voranzutreiben.

KCNA zufolge informierte sich Kim zudem über die laufenden Forschungen zu «neuen geheimen Unterwasserwaffen». Ausserdem habe er «einen strategischen Plan zur Umstrukturierung der Seestreitkräfte und zur Einrichtung neuer Einheiten» festgelegt, berichtete KCNA, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.

«Ich habe ihnen die Genehmigung erteilt»

In einem separaten KCNA-Bericht hiess es, Kim habe am Mittwoch überdies den Test «neuer hochfliegender» Flugabwehrraketen mit grosser Reichweite über dem Ostmeer überwacht, das auch als Japanisches Meer bekannt ist. «Die abgefeuerten Raketen trafen die Scheinziele in einer Höhe von 200 Kilometern präzise», erklärte KCNA. Diese Höhe würde, sollte die KCNA-Angabe korrekt sein, im Weltraum liegen.

US-Präsident Donald Trump hatte dem Verbündeten Südkorea bei seiner Asien-Reise grünes Licht für den Bau eines Atom-U-Boots gegeben. «Ich habe ihnen die Genehmigung erteilt, ein atomgetriebenes U-Boot zu bauen, anstatt der altmodischen (...) dieselbetriebenen U-Boote, die sie derzeit haben», erklärte Trump Ende Oktober in seinem Onlinedienst Truth Social. Bei Pjöngjang löste die Mitteilung Empörung aus.

Nordkorea selbst verfügt Experten zufolge über dutzende nukleare Sprengköpfe und hat in der Vergangenheit wiederholt bekräftigt, diese trotz internationaler Sanktionen zu behalten. 2006 führte Pjöngjang seinen ersten Atomtest aus. Das weitgehend isolierte Land argumentiert, dass es Atomwaffen zur Abschreckung gegen eine angebliche militärische Bedrohung durch die USA und mit ihr verbündeter Staaten benötige.

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