Experten entlarven Trumps Grönland-Lügen
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Aussagen im Faktencheck:Experten entlarven Trumps Grönland-Lügen

«Kein Kommentar» zu Grönland-Frage
Trump plötzlich zurückhaltend?

US-Präsident Trump gibt sich vor seiner Reise ans WEF in Davos schmallippig. Der US-Präsident wollte nicht verraten, ob er Grönland gewaltsam annektieren würde. Stattdessen riet er den Europäern, sich auf Russland zu konzentrieren.
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Dänische Soldaten in Grönland.
Foto: imago/UPI Photo

Darum gehts

  • Trump äussert sich zögerlich zur Gewaltfrage bei Grönland-Übernahme am Montag
  • Er fordert Europa auf, den Fokus auf Russland und Ukraine zu legen
  • Ab 1. Februar drohen US-Strafzölle von 10 % auf deutsche Importe
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Janine EnderliRedaktorin News

Das tönt jetzt plötzlich anders: US-Präsident Donald Trump (79) äusserte sich am Montag zurückhaltend darüber, wie weit er gehen werde, um die Kontrolle über Grönland zu erlangen.

Auf die Frage, ob er Gewalt anwenden werde, um Grönland zu erobern, antwortete der Präsident in einem kurzen Telefoninterview mit NBC News mit «Kein Kommentar».

«Europäer sollen sich auf Russland konzentrieren»

Trump äusserte zudem seinen Frust darüber, dass sich die europäischen Staats- und Regierungschefs auf Grönland konzentrierten, anstatt andere Aufgaben wahrzunehmen. 

Er betonte: «Europa sollte sich auf den Krieg mit Russland und der Ukraine fokussieren, denn ehrlich gesagt, man sieht ja, was dabei herausgekommen ist. Darauf sollte sich Europa konzentrieren – nicht auf Grönland.»

Schlägt die EU zurück?

Die EU ist nach eigenen Angaben für den Fall gewappnet, dass der Grönland-Streit mit den USA zu einem neuen Zollkonflikt führt. Theoretisch könnten bereits am 7. Februar EU-Sonderzölle auf Wareneinfuhren im Wert von 93 Milliarden Euro (86 Milliarden Franken) fällig werden.

Trumps neue Zollpläne sehen vor, ab dem 1. Februar Strafzölle in Höhe von zehn Prozent auf Importe aus Deutschland und sieben anderen europäischen Staaten zu verhängen. Der US-Präsident will damit den Widerstand gegen einen Verkauf der zu Dänemark gehörenden Insel Grönland an die Vereinigten Staaten brechen. Die Regierung in Kopenhagen schliesst ein solches Geschäft bislang aus und wird dabei aktiv von mehreren europäischen Staaten unterstützt.

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