Darum gehts
- Russischer Helikopter drang am 23. September in Polens Luftraum ein
- Mi-8 verletzte bei Braniewo den Luftraum für 42 Sekunden, 300 Meter tief eingedrungen
- Polen alarmierte Kampfjets und setzte bodengebundene Kräfte in Bereitschaft
Angespannte Situation in Polen: Am Mittwoch drang ein russischer Militärhelikopter laut Angaben der polnischen Armee kurzzeitig in den Luftraum des Landes ein. Polen reagierte umgehend.
«Wir informieren Sie, dass am 23. September nördlich der Ortschaft Braniewo ein kurzzeitiger Verstoss gegen den Luftraum der Republik Polen durch einen Mi-8-Helikopter der Streitkräfte der Russischen Föderation stattgefunden hat», heisst es in einer Stellungnahme auf X. Der Helikopter habe einen Flug aus der Oblast Kaliningrad durchgeführt und den polnischen Luftraum in einer maximalen Tiefe von circa 300 Meter verletzt. Er befand sich 42 Sekunden lang über Polen.
Immer wieder ähnliche Vorfälle
Polen beobachtete den Flug wachsam. «Kampfjets wurden alarmiert, und die bodengebundenen Kräfte und Mittel befanden sich in Bereitschaft.»
In den letzten Monaten und Jahren kommt es immer wieder zu ähnlichen Vorfällen. Meist geht es laut Experten darum, die Luftverteidigungsfähigkeit von Ländern zu testen. Ergänzend zeigt dieses Vorgehen, wie gezielt das Risiko kalkuliert wird: Die extrem kurze Verweildauer soll eine militärische Gegenreaktion verhindern, während die gegnerischen Aufklärungssysteme genau die Nato-Reaktionsmuster erfassen.