Paukenschlag in Kalifornien
548 zum Tode Verurteilte entkommen der Hinrichtung

Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom hat am Donnerstag alle Todesurteile im Bundesstaat in lebenslange Haft umgewandelt. Er begründete den Entscheid damit, dass der Staat die Häftlinge moralisch nicht töten dürfe.
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Gavin Newsom strich alle Todesurteile im Bundesstaat Kalifornien.
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Janine EnderliRedaktorin News

Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom sorgt am Donnerstag mit einer überraschenden Entscheidung für Aufsehen. Der Politiker wandelte die Strafen aller 548 zum Tode verurteilten Häftlinge in Kalifornien in lebenslange Haft um.

«Als Gouverneur bin ich zu dem Schluss gekommen, dass der Staat sie moralisch gesehen nicht töten darf», schrieb er in einem Brief an die Kalifornier. Er verstehe, dass dieser Entscheid angesichts der Schwere der Straftaten für die Opfer nicht einfach zu verstehen sei und dass sie «wütend» sein dürften.

«Wir können sie in der Anonymität sterben lassen»

Gouverneur Gavin Newsom sorgte am Donnerstag mit einer überraschenden Entscheidung für Aufsehen, als er die Strafen aller 561 zum Tode verurteilten Häftlinge in Kalifornien umwandelte.

«Wir können diese Straftäter nun in der Anonymität sterben lassen, während wir ihre Opfer für immer in Erinnerung behalten und ehren», erklärte der Demokrat weiter.

Die letzte Hinrichtung in Kalifornien fand im Februar 2006 statt. Zwar war die Todesstrafe danach gesetzlich weiterhin verankert, jedoch gilt seit März 2019 ein unbefristetes Hinrichtungsmoratorium, das von Newsom erlassen wurde. Die bestehenden Todesurteile wurden dadurch formal nicht aufgehoben, aber es wurde niemand hingerichtet.

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