In einem aktuellen Truth-Social-Beitrag hat US-Präsident Donald Trump (80) die überragende strategische und wirtschaftliche Bedeutung Grönlands für die USA und Europa hervorgehoben. Nach seinen Angaben stehe die arktische Insel vor einer umfassenden Erschliessung ihrer Bodenschätze. «In unserem neuen und wunderschönen Grönland stehen umfangreiche Öl-, Gas- und Mineralienerkundungen kurz vor dem Start!», schrieb Trump.
Experten hätten gegenüber ihm angeführt, dass die Menge an leicht zugänglichem Öl dort «weit grösser ist als auf fast jedem anderen Landstrich weltweit».
«Künftiger Angriff auf USA wird über Grönland laufen»
Neben den Rohstoffen betonte Trump in seinem Post vor allem die militärische Rolle der Insel. Aufgrund der nationalen Sicherheit spiele Grönland für die Verteidigung wie auch für offensive Fähigkeiten der USA und Europas eine herausragende Rolle, die «durch nichts zu übertreffen» sei.
Trump unterstrich die geostrategische Lage mit deutlichen Worten bezüglich möglicher Bedrohungsszenarien: Ein zukünftiger Angriff auf die USA müsste zwangsläufig über Grönland erfolgen. Dort sei das US-Militär in der Lage, Drohnen, Raketen oder noch unentwickelte Waffensysteme routinemässig abzufangen. Die Arktisregion verschaffe den USA «Zeit, den optimalen Standort und eine Sichtlinie wie nirgendwo sonst auf der Welt».
Trumps Aussagen dürften bei Experten und Diplomaten auf Vorbehalte stossen. Zwar besitzt Grönland tatsächlich grosse Vorkommen an begehrten seltenen Erden und hat durch seine Lage am Nordpol hohe strategische Relevanz für das US-Raketenfrühwarnsystem (Thule Air Base). Allerdings verhängte die grönländische Regierung bereits 2021 einen Stopp für neue Öl- und Gasbohrungen.