Suchhunde schlugen wegen Sprengstoff Alarm
Grenzübergang Rheinfelden-Autobahn war gesperrt

Der Grenzübergang Rheinfelden-Autobahn war am späten Mittwochabend gesperrt. Auf der deutschen Seite fand ein Polizeieinsatz statt. Nachdem ein Auto angehalten worden war, schlugen Sprengstoff-Hunde Alarm.
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Der Grenzübergang Rheinfelden-Autobahn war ab Mittwochnachmittag über Stunden gesperrt.
Foto: Leserreporter

Darum gehts

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  • Polizeieinsatz sperrte Grenzübergang Rheinfelden-Autobahn ab Mittwochnachmittag für Verkehr
  • Mediensprecherin bestätigte «polizeiliche Massnahmen», Verdacht auf Gefahrenlage nach Sprengstoff-Alarm
  • Entwarnung um 20 Uhr, keine gefährlichen Stoffe gefunden – Autobahnsperrungen wieder aufgehoben

Am Grenzübergang Rheinfelden-Autobahn fand am Mittwochnachmittag bis in den Abend ein Polizeieinsatz auf der deutschen Seite statt. Mediensprecherin Katharina Kessler der Bundespolizeiinspektion Weil am Rhein bestätigte auf Blick-Anfrage, dass aktuell «polizeiliche Massnahmen» stattfinden. «Seit gut einer Stunde ist der Grenzübergang für den Verkehr auf beiden Seiten gesperrt», sagte sie gegen 15.30 Uhr. Der Verkehr wurde deshalb umgeleitet. 

In einer Medienmitteilung von 17.24 Uhr Uhr gab die Bundespolizeiinspektion Weil am Rhein bekannt, dass der Grenzübergang wegen des Polizeieinsatzes weiterhin in beide Richtungen gesperrt sei. Angesichts des laufenden Einsatzes wurden keine weiteren Einzelheiten zu konkreten Massnahmen kommuniziert. 

Entwarnung um 20 Uhr

In einer Medienmitteilung am späteren Abend gab das Polizeipräsidium Freiburg bekannt, dass sich im Rahmen einer Kontrolle eines Fahrzeugs mit Deutscher Zulassung bei der Einreise der Verdacht einer Gefahrenlage eingestellt hatte. Sprengstoffspührhunde hatten bei dem Fahrzeug angeschlagen. Die zwei Fahrzeuginsassen mit deutscher Staatsangehörigkeit wurden vorläufig festgenommen, ein festgelegter Gefahrenbereich geräumt und Spezialkräfte der Bundespolizei hinzugezogen.

Um 20 Uhr konnte schliesslich Entwarnung gegeben werden. «Es wurden keine gefährlichen Stoffe aufgefunden», hiess es in der Medienmitteilung. Die Autobahnsperrungen wurden daher auch wieder aufgehoben.

Am Freitag ist dann klar: Bei den beiden Festgenommenen handelt es sich um einen 59-jährigen Vater und dessen 14-jährigen Sohn. Der Sohn wurde dem Jugendamt übergeben. Das Amtsgericht Karlsruhe hat gegen Vater einen Haftbefehl ausgestellt. Er soll illegale Waffen besitzt haben und damit gegen ein behördliches Waffenbesitzverbot verstossen haben. Diese wurden bei einer Wohnungsdurchsuchung gefunden.

Dort kamen auch pulvrige Substanzen zum Vorschein – offenbar handelt es sich laut ersten Analysen dabei um eine potentiell explosive Mischung.

Spürhunde schlugen Alarm

Die «Bild» berichtete zuerst, dass deutsche Entschärfungs-Experten auf dem Weg zu dem Grenzübergang seien. Laut Informationen der Zeitung hätten Schweizer Sprengstoff-Suchhunde kurz nach 13 Uhr bei der Kontrolle eines Autos mit deutschem Kennzeichen Alarm geschlagen.

Für den Fahrzeughalter lag ein Verdacht auf eine Straftat vor, was zur Durchsuchung führte. Diese wurde zuvor von der Landespolizei Baden-Württemberg in das grenzüberschreitende Melde- und Fahndungssystem der Schengen-Staaten eingetragen.

Der Verkehrsdienst TCS empfahl derweil wegen der Sperrung des Zollübergangs, alternativ die Grenzübergänge in Weil am Rhein, Laufenburg oder Stein zu nutzen. Auf der Autobahn A3 kam es zeitweise zu Stau und stockendem Verkehr. 

Blick-Leser bemerkt Sperrung auf Velo-Tour

Ein Blick-Leser war gerade in der Nähe mit dem Velo auf der Schweizer Seite unterwegs, als er die Sperrung am Grenzübergang bemerkte. Zu diesem Zeitpunkt wusste er nicht, weshalb der Übergang gesperrt wurde. Auf der Schweizer Seite erblickte er Einsatzkräfte der Feuerwehr. 

«Ich habe erst zu Hause erfahren, dass es anscheinend um Sprengstoff geht. Vor Ort bekam ich keine Auskunft», erzählt er. Vor Ort wurde er angewiesen, eine andere Route zu nutzen. «Ich fuhr dann mit dem Velo über die alte Rheinbrücke, die nach Aussage vor Ort wohl offen sei. War dann auch so!»

Ein anderer Blick-Leser fuhr mit dem Auto in der Nähe vorbei und bemerkte die Sperrung der Autobahn. «Es ist wirklich krass, überall an den Ausfahrten stehen Feuerwehr und Einsatzfahrzeuge. So etwas habe ich in der Schweiz noch nie gesehen», schildert er. Etwas mulmig habe er sich dabei schon gefühlt, unsicher sei er jedoch nicht – «Wir sind ja schliesslich hier in der Schweiz», meint er. 

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