Darum gehts
- Pentagon erhöht offiziell Zahl verwundeter US-Soldaten im Iran-Krieg auf 861
- 37 neue Fälle, darunter 29 Marines, alle wieder im aktiven Dienst
- Datenbank zählt 19 Tote, Berichte sprechen von bis zu 23
US-Regierungskreise bestätigten gegenüber dem «Wall Street Journal», dass Präsident Donald Trump (80) einen Diplomatievorstoss aus Teheran für eine siebentägige Waffenruhe entschieden zurückgewiesen hat. Nach Angaben von Insidern rechnet Trump damit, die Militärschläge gegen den Iran direkt im Anschluss an die US-Zwischenwahlen im November wieder aufzunehmen.
Der von der iranischen Führung vorgelegte Entwurf sah weitreichende Zugeständnisse vor, um den wirtschaftlichen Druck auf das Land zu lindern: Öffnung der Strasse von Hormus und Neustart der Atomverhandlungen. Im Gegenzug verlangte die iranische Regierung die Aufhebung der US-Militärblockade gegen iranische Häfen, welche die heimische Wirtschaft zunehmend lahmlegt.
Präsident Trump lehnte das Angebot ab und gibt sich öffentlich siegessicher. Nach seinen Worten stehe Teheran unter immensem Druck und werde spätestens nach den Kongresswahlen um ein umfassendes Abkommen betteln, das die vollständige Demontage des iranischen Atomprogramms besiegelt.
Opferzahl heimlich nach oben korrigiert
Der Krieg hat bisher auf US-Seite 861 Verwundete gefordert. Laut einem Bericht der «Washington Post» wurden 37 weitere Verletzte in die offizielle Datenbank eingetragen, ohne dies mitzuteilen. Damit steigt die Gesamtzahl auf 861 verwundete Soldaten.
Die neuen Fälle betreffen 29 Angehörige der US-Marine und acht Marinesoldaten. Ein Marineoffizier erklärte, dass alle Betroffenen nach ihren Verletzungen wieder im Dienst sind. Weder das Pentagon noch das zuständige Regionalkommando wollten sich zu den genauen Umständen äussern.
Streit um Transparenz im US-Militär
Die Zählweise der US-Regierung sorgt seit Wochen für Kritik. Vorfälle werden nicht mehr als «Operation Epic Fury» geführt, sondern nur noch als allgemeine Auslandseinsätze eingeordnet. Kritiker werfen der Regierung vor, das reale Ausmass des Konflikts vor den bevorstehenden Wahlen kleinreden zu wollen.
Auch bei den Todesopfern gibt es Unstimmigkeiten. Die Datenbank nennt aktuell 19 verstorbene US-Soldaten. Berichte sprechen jedoch von mindestens 22 bis 23 Toten im Umfeld des Nahost-Einsatzes.
Auf iranischer Seite sind bisher laut Menschenrechtsorganisationen rund 3680 Menschen getötet worden, davon die Hälfte Zivilisten. Je nach Quelle gibt es im Iran zwischen 15’000 und 33’000 Verletzte.