Ende des Livetickers
Liebe Blick-Leserin, lieber Blick-Leser
An dieser Stelle beenden wir diesen Liveticker zum Iran-Krieg. Die weiteren Entwicklungen und Hintergründe um den Konflikt im Nahen Osten erfährst du nun hier.
Israelische Angriffe erschüttern Teheran in der Nacht
Auch in der Nacht auf Freitag erschütterten zahlreiche Luftangriffe den Nahen Osten. Israel startete eine Reihe von Angriffen auf die iranische Hauptstadt Teheran. Wie Videos auf Social Media zeigen, war der Himmel von feurigen Explosionen erfüllt. Auch im Südlibanon trafen israelische Luftangriffe mehrere Städte.
Doch es folgten auch Gegenschläge des Irans. Nach Angaben von Al Jazeera seien etwa in Saudi-Arabien und Jordanien mehrere iranische Drohnen abgefangen worden.
200 Kinder seit Kriegsbeginn getötet
Nach Angaben des Kinderhilfswerks Unicef wurden seit Kriegsbeginn am Samstag fast 200 Kinder im Nahen Osten getötet. Mindestens 181 seien im Iran getötet worden, sieben im Libanon, drei in Israel und eines in Kuwait, hiess es. «Kinder beginnen keine Kriege, aber sie zahlen einen unannehmbar hohen Preis. Die militärische Eskalation im Nahen Osten hat bereits verheerende Auswirkungen auf Kinder», erklärte Unicef.
Am ersten Tag des Angriffs auf den Iran wurde laut IRGC eine Mädchenschule in Minab im Süden des Iran getroffen, wobei mindestens 168 Schulkinder getötet wurden.
Trump bezeichnet Bodentruppen im Iran als «Zeitverschwendung»
US-Präsident Donald Trump hat gegenüber NBC News gesagt, dass es derzeit «Zeitverschwendung» sei, US-Truppen in den Iran zu entsenden, und dass er aktuell nicht darüber nachdenke.
«Es ist Zeitverschwendung. Sie haben alles verloren. Sie haben ihre Marine verloren. Sie haben alles verloren, was sie verlieren können», sagte Trump am Donnerstag gegenüber dem Sender. Er ergänzte, dass früheren Äusserungen des iranischen Aussenministers Abbas Araghchi gegenüber NBC, der Iran sei bereit für eine Bodeninvasion der USA oder Israels, eine «vergebliche Bemerkung» seien.
Trump betonte, er wolle die derzeitige iranische Führungsstruktur «ausmisten». «Wir wollen, dass sie einen guten Führer haben. Wir haben einige Leute, von denen ich denke, dass sie gute Arbeit leisten würden», sagte er, ohne dabei Namen zu nennen.
Etihad kündigt Flug von Abu Dhabi nach Zürich an
Nach den zahlreichen Flugausfällen wegen des Iran-Kriegs hat die Fluggesellschaft Etihad Airways ab heute eine begrenzte Zahl Flüge von Abu Dhabi auch nach Europa angekündigt. Man werde unter anderem Frankfurt, London, Madrid, Mailand, Paris, Rom und Zürich anfliegen, hiess es auf der Website der Airline. Fluggäste mit bestehenden Buchungen würden schnellstmöglich untergebracht.
Wegen der Eskalation des Konflikts seit dem vergangenen Wochenende sitzen derzeit noch Zehntausende fest, die im Nahen Osten Ferien machten oder einen der dortigen Flughäfen als Drehkreuz nutzen wollten. Viele Staaten dort hatten ihren Luftraum zeitweise komplett geschlossen. Inzwischen sind begrenzt wieder Flüge möglich.
Hisbollah-Miliz warnt Bewohner im Norden Israels
Die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz im Libanon hat die Bewohner im Norden Israels zum Verlassen des Gebiets aufgerufen. Die Angriffe der israelischen Armee im Libanon würden «nicht ohne Reaktion bleiben», drohte die Schiiten-Organisation.
Sie rief dazu auf, alle israelischen Siedlungen innerhalb von fünf Kilometern von der Grenze entfernt zu räumen. Es war die erste Warnung der Miliz dieser Art seit Ausbruch der neuen Gewalt.
USA setzen iranischen Drohnenträger in Brand
Das US-Militär griff am Donnerstag einen iranischen Drohnenträger an. «Die US-Streitkräfte halten sich nicht zurück, wenn es darum geht, die gesamte iranische Marine zu versenken», schrieb das Zentralkommando auf X.
«Heute wurde ein iranischer Drohnenträger, der etwa die Grösse eines Flugzeugträgers aus dem Zweiten Weltkrieg hat, angegriffen und steht nun in Flammen.» Wo das Schiff attackiert wurde, ist unbekannt.
Saudis wehren Angriff auf Luftwaffenbasis ab
Ein Luftwaffenstützpunkt in Saudi-Arabien ist Ziel eines Raketenangriffs geworden. Die Luftabwehr habe drei ballistische Raketen, die in Richtung der Prince Sultan-Basis abgefeuert worden seien, abgefangen und zerstört, teilte das saudische Verteidigungsministerium in der Nacht auf X mit.
Irans Streitkräfte attackieren neben Israel auch Stellungen in den Golfstaaten, darunter neben Saudi-Arabien in Bahrain, Katar, Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emiraten und im Irak. In diesen Staaten haben die USA Stützpunkte.
Pete Hegseth: «Wir haben keinen Mangel an Munition»
Im Krieg gegen den Iran sehen sich die USA haushoch überlegen und für einen längeren Einsatz gewappnet. «Wir haben keinen Mangel an Munition», sagte Verteidigungsminister Pete Hegseth bei einer Pressekonferenz.
Die Vorräte an offensiven und defensiven Waffen ermöglichten es, die Kampagne «so lange aufrechtzuerhalten, wie es nötig ist». Er trat damit Befürchtungen einiger Demokraten entgegen, die sich zuletzt besorgt über die grosse Menge Munition gezeigt hatten, die die USA in dem Krieg einsetzen.
Die Regierung im Iran habe sich verkalkuliert, wenn sie davon ausgehe, dass Washington den Einsatz nicht langfristig durchhalten könne, sagte Hegseth an Teheran gewandt. «Das ist eine sehr üble Fehleinschätzung.»
Trump sieht iranische Raketen in grossen Teilen zerstört
Die Luftabwehr und die Raketen des Iran sind nach der Darstellung von US-Präsident Donald Trump bereits ganz oder in grossen Teilen zerstört. «Sie haben also keine Luftwaffe mehr, sie haben keine Luftabwehr mehr. Alle ihre Flugzeuge sind weg», sagte Trump in Washington.
Zudem seien ihre Raketen zu 60 und ihre Abschussvorrichtungen zu 64 Prozent ausgeschaltet, sagte er. «Sobald sie eine Rakete abschiessen, wird die Abschussrampe innerhalb von vier Minuten getroffen.»
Der Chef des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom), Admiral Brad Cooper, sagte in einer parallelen Pressekonferenz, der Iran feuere mittlerweile deutlich weniger Raketen ab. «Wenn ich auf die letzten 24 Stunden des Einsatzes zurückblicke, sind im Vergleich zum Beginn die Angriffe mit ballistischen Raketen um 90 Prozent zurückgegangen.» Zudem habe es deutlich weniger Drohenangriffe gegeben.
US-Abgeordnete setzen Trump keine Grenzen
US-Kongressabgeordnete haben dem militärischen Vorgehen von US-Präsident Donald Trump im Iran keine Grenzen gesetzt. Eine Abstimmung im Repräsentantenhaus über einen parteiübergreifenden Antrag, der dem Kongress ein stärkeres Mitspracherecht beim Einsatz der Streitkräfte eingeräumt hätte, kam nicht auf genug Stimmen.
Vier Demokraten stimmten mit der Mehrheit der Republikaner dagegen. Eine ähnliche Massnahme war am Mittwoch bereits im Senat geblockt worden.