Darum gehts
- Eine Drohne traf Donnerstag einen Kühlturm des AKW Kursk in Russland
- Der AKW-Betrieb blieb unverändert, kein Feuer ausgebrochen, Drohnenursprung unklar
- Region Kursk grenzt an Ukraine, Russland führt seit über 4 Jahren Krieg gegen das Land
Kurzer Atom-Schreck in der russischen Region Kursk: Wie die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) am Freitag auf der Plattform X mitteilte, wurde ein Kühlturm der Reaktor-Einheit des Kernkraftwerks Kursk am Donnerstagmorgen von einer Drohne getroffen. Der Betriebsmodus des AKW habe sich nach dem Drohnentreffer jedoch nicht geändert. Es sei auch kein Feuer ausgebrochen.
IAEA-Chef Rafael Grossi (65) erklärte, Angriffe auf Kernkraftanlagen seien «inakzeptabel», da sie die nukleare Sicherheit und den Schutz gefährden könnten, unabhängig davon, wo sie stattfinden. Er forderte die Kriegsparteien Ukraine und Russland zu maximaler militärischer Zurückhaltung auf, um das Risiko eines nuklearen Unfalls zu verhindern. Welchen Ursprungs die Drohne war, ist unklar.
Bereits im August 2025 hatte die russische Luftabwehr Medienberichten zufolge eine ukrainische Kampfdrohne in der Nähe des Atomkraftwerks abgeschossen. Die russische Region Kursk grenzt an die Ukraine, gegen die Russland seit mehr als viereinhalb Jahren einen Angriffskrieg führt. 2024 stiessen Kiews Truppen in die Region vor und konnten sie für mehrere Monate besetzen.