Darum gehts
- Mit richterlichem Befehl wurde Omars Haus durchsucht
- Es geht um Ermittlungen zu möglichem Einwanderungsbetrug
- Omar weist die Vorwürfe zurück und wirft Trump Hetze vor
Am Montag durchsuchten Beamte des US-Heimatschutzministeriums das Haus der demokratischen Abgeordneten Ilhan Omar (44) in Washington D.C. Republikanische Politiker machen Omar, die somalische Wurzeln hat, schon seit längerer Zeit Vorwürfe bezüglich ihrer Einwanderung in die USA.
Das US-Justizministerium bestätigte gegenüber der «Washington Post», am Montagmorgen einen richterlich genehmigten Durchsuchungsbefehl erwirkt zu haben. Ein hochrangiger Beamter der Regierung von Präsident Donald Trump (80) bestätigte der Zeitung ausserdem, dass Omars Haus am Montag im Rahmen von Ermittlungen wegen möglichen kriminellen Einwanderungsbetrugs durchsucht wurde.
«Seit zehn Jahren verfolgt Trump mich»
Im September gaben US-Beamte bekannt, dass die Bundesbehörden untersuchen, ob Omar durch Fälschung ihrer Einwanderungspapiere illegal in die USA eingereist ist. Omar und ihr Team haben die Vorwürfe des Einwanderungsbetrugs mehrmals zurückgewiesen. Die Politikerin aus dem US-Bundesstaat Minnesota gehört zu den bekanntesten Gegnerinnen Trumps.
Omar selbst reagierte am Montagabend (Schweizer Zeit) auf die Razzia in ihrem Haus. «Mir geht es gut», schreibt sie in einem Beitrag auf der Plattform X. Die Abgeordnete erhebt schwere Vorwürfe gegen die Trump-Regierung. «Dies ist ein Versuch, politische Gegner ins Visier zu nehmen und die Bundespolizei zu instrumentalisieren.»
«Seit zehn Jahren verfolgt Trump mich mit haltlosen Lügen und Verleumdungskampagnen. Dies ist lediglich die jüngste Eskalation seiner politischen Einschüchterungskampagne», führt Omar weiter aus. Dennoch zeigt sie sich kämpferisch. «Ich werde mich nicht zum Schweigen bringen lassen.»